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Spielend Daten vernichten

Verfasst von Nik am 23. September 2009 1 Kommentar

Papierkorb? Wie ordinär! Lose/Lose ist angesagt. Das OS X-Game des Entwicklers Zach Gage erinnert auf den ersten Blick an Space Invaders. Man fliegt mit einem kleinen Raumschiff immer geradeaus und kann mit Leichtigkeit ankommende Alienschiffe abschießen. Doch, was ist das? Nach jedem Abschuss hinterlassen die Gegner kurz ein paar Buchstaben wie ›jpg‹, ›dmg‹, ›doc‹ usw. Moment, kommt das einem nicht bekannt vor? Genau – das sind Dateiendungen!

Nun, das Tolle ist: Der Highscore steigt. Das nicht so Tolle und der Clou am Spiel: Zufällig ausgewählte Dateien mit genau diesen Endungen verschwinden von der Festplatte – und das unwiederbringlich (wie der Entwickler verspricht). Stößt man an einen Gegner, löscht sich hingegen das Spiel von der Festplatte. Zum Glück warnt der Entwickler am Anfang des Games ausdrücklich vor der Gefahr, die davon ausgeht.

Es wundert deswegen kaum, dass die Highscore-Liste zur Zeit nur 39 Einträge aufweist. Mit 412 abgeschossenen Aliens/Dateien belegt aktuell ein Spieler den ersten Platz. Wie viel Verwegenheit muss man wohl mitbringen, um so viele zufällig ausgewählte Daten zu vernichten? Schließlich weiß man am Ende nicht mal welche Dateien gelöscht wurden. Ich selbst habe Lose/Lose runtergeladen, doch traue ich mich nicht eine Patrone abzuschießen und weiche nur den Gegnern aus.

Ist das nun Kunst? Eine Hommage an alle vom Spieler ›getöteten‹ digitalen Geschöpfe? Schließlich schießen die Aliens nicht zurück und man steht sozusagen als Aggressor da … Schreibt eure Kommentare dazu. Traut sich überhaupt jemand das Spiel zu spielen? Ich bin eindeutig zu feige dafür.

Quelle: Golem.de

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Über Nikolai Seel

Nik lebt den großen Cyber-Traum. Angefangen als kleiner, aufstrebender Gastautor – aufgestiegen zum Autor von macinplay. Wenn das keine Erfolgsstory ist. Als begeisterter Gamer hat er schon ganz früh bei den (memorycardfreien) Test-Playstation-Stationen in Elektronikläden angefangen. So kann er noch heute den ersten Level von Tomb Raider III fehlerfrei mit verbundenen Augen, balancierend auf einer Dose und mit Aufzählung von Primzahlen durchspielen. Später gab es die ersten Berührungen mit einem heimischen PC und ersten Spieleabstürzen. So kam und ging im Jahrestakt ein PC nach dem anderen zum großen Gates-Nirvana. Bis eines Tages die nächste Stufe erreicht wurde: ein MacBook. Dabei sind leider die Games am PC/Mac stark in den Hintergrund gefallen (wegen fehlen einer einigermaßen guten Grafikkarte). So konzentrierte sich der inzwischen „erwachsene“ Nik auf das iPhone und dessen Neuland der Games. Heute hat er mehr iPhone-Games als das Gerät anzeigen kann. Und da er gern über das ein oder andere Game meckert oder in Euphorie ausbricht, sollen es gleich alle erfahren.
Nikolai im Web: @zedyo Facebook
  • http://www.macfreak.de/ Nadine

    Bin auch zu feige :(

    Vielleicht sollte ich mal einen alten Rechner wieder aktivieren und es darauf laufen lassen. Bin nämlich neugierig, wie da wann was wo gelöscht wird!

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