78 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Licht und Schatten, 17. Mai 2012
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: Diablo III (uncut) (Computerspiel)
Vorneweg: Loginprobleme, Onlinezwang und ähnliche Begleiterscheinungen beeinflussen meine Wertung nicht. Gefallen hat: Der Grafikstil Nicht Highend, keine besonders scharfen Texturen aber ein sehr stimmiger, konkret durchgezogener Stil der an vielen Stellen wie gemalt wirkt. Es gibt Stellen da wirkt es zu kahl, dann Stellen (gerade beim Betreten eines Dungeon) da wirkt das Bild wie ein kleines Kunstwerk. Es hätte schöner sein können, detailierter, aber wenn ein Dutzend Monster auf dem Bildschirm hinter meinem Helden her rennen, habe ich eh kein Auge für die Spielwelt. Der Kompromiss aus Optik und Spielbarkeit ist wie man es von Blizzard kennt stilsicher gewählt. Darüber hinaus erlaubte die Grafik mit etwas niedrigeren Anforderungen Videoaufnahmen mit Fraps in vollen Details und FullHD, ohne dabei unter 30 Fps zu fallen. Erzählweise Zugegeben, misst man Diablo 3 mit anderen Rollenspielen, dann ist die Handlung wie ein Beipackzettel gegen ein Buch. Die Geschichte hat ein, zwei kleine Wendungen, zu den Rendersequenzen zwischen den Akten kamen animierte Standbilder und ein paar Zwischensequenzen in Spielgrafik mit wenig Handlung. Charaktere Begleiten den Helden, erzählen während dessen immer wieder etwas, Skriptsequenzen innerhalb der Spielwelt lösen Ereignisse aus, neue Monster und Tagebücher bieten voll vertonte Hintergrundinformationen und viele Passanten erzählen zu mehreren Themen. Für ein simples Hack&Slay ein angenehmer Rahmen an Hintergrundinformationen. Die Renderfilme gehören abermals zu dem Besten was man sich in der Spielebranche erhoffen kann. Gameplay Ein paar Streichungen und die automatisierug der Levelaufstiege stören etwas, in der Praxis fallen sie aber selten wirklich negativ auf. Das neue Fähigkeitensystem erlaubt mehr Flexibilität. Habe bei den Endbossen nach und nach meine Fähigkeiten getauscht und auf die jeweilige Situation hin optimiert wenn ich nicht weiter kam und konnte meinen Charakter so mehr den Situationen entsprechend anpassen. Das ist in anderen Titel und auch in Diablo 2 nicht möglich. Einmal verskillt immer verskillt und der schönste Eissturm bringt nichts bei einem Monster mit Frostresistenz. Man kann es mögen oder verteufeln, als Spieler der nicht stundenlang Guides und Builds studieren will, finde ich die Flexibilität trotz geringeren Umfangs eine gute Sache für die Breite Masse. Das übrige Spiel verhält sich wie man es erwartet. Butterweiches Schnetzeln, Items sammeln, Erfahrungspunkte horten. Keine Meilensteine aber ein Rundes Gesamtbild. Was hat mich gestört: Umfang und Langzweitmotivation scheinen insgesamt kürzer zu sein. Diablo in 6 Stunden besiegen, Level 60 in zwei Tagen. Darauf gebe ich nichts. Das sind Extremfälle die 99,9x % Aller Spieler nie erreichen werden. Mein erster Durchlauf hat knapp 12 Stunden gedauert. Ich hatte in der Zeit viel Spaß, aber wenn ich zurück denke, hat mein erster Durchlauf in Diablo 2 Wochen gedauert. Heute spiele ich besser und effektiver, trotzdem lässt sich nicht leugnen dass Diablo 3 im Kern einfacher geworden ist. Die wenigen Fähigkeiten machen ein Verskillen effektiv unmöglich, da der Spieler dies gar nicht erst in der Hand hat. Monster mit Resistenzen scheint es nicht zu geben, bis auf Bossgegner war mein eigentlich schmächtiger und permanent im Nahkampf befindlicher Magier selten in Gefahr. Mehr als einen Tod in Folge hatte ich ohnehin nur bei den Endbossen der Akte und bin insgesamt doch seltener gestorben als in einer kurzen Sitzung des Vorgängers. Das Spiel ist schnell durch und bereits Stufe 31 von 60 erreicht als Diablo das erste Mal fiel. Level 60 wäre in wenigen Wochen realistisch. Und dann? Die Spielwelt ist insgesamt kleiner als Diablo 2, mit weniger Zufallsdungeons gefüllt und diese weisen maximal 2 Stockwerke auf. Große Teile der Welt werden nicht automatisch generiert, sondern von Hand gebaut und sind bei einem zweiten Durchlauf schneller abgehakt. PVP kommt Ende des Jahres mit einem Patch. Alternative Charakterbuilds probieren fällt durch das feste Attribute und Fähigkeitensystem flach. Ich bezweifle derzeit dass Diablo 3 über mehrere Jahre auf dem gleichen Niveau unterhalten kann, sollte es nicht durch ein umfangreiches Addon erweitert werden. Des weiteren vermisse ich bei aller Automatik die Experimente. Ausrüstung anzulegen war nie ein Thema. Durch die automatischen Charakterwerte ist Ausrüstung nur von der Klasse und dem Level abhängig. Dass ich mal ein Item nicht sofort anlegen konnte, kam genau einmal vor. Ich vermisse die Zeit in der ich mehrere Level lang auf eine gefundene Rüstung hin trainieren und sogar überlegen musste, ob sie mir ein paar deplatzierte Attributpunkte wert ist...
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464 von 569 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gutes Spiel- schlechtes Geschäftsmodell, 15. Mai 2012
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: Diablo III (uncut) (Computerspiel)
Habe jetzt knapp 10 Stunden(LAN) gespielt und möcte hier meine Bewertung abgeben. Positiv: - Die Story finde ich bisher sehr spannend und ich will unbedingt wissen wie es weitergeht - Die Atmopshäre ist sehr stimmig und die Welt ist sehr detailverliebt gestaltet. - Die Charaktere haben interessante Skills und spielen sich sehr abwechslungsreich. Insbesondere die verschiedenen "Energieformen"(Hass, Mana, Arkane Macht) tragen stark dazu bei. - Sound ist top, genauso wie die englische Sprachausgabe und deutsche Synchro. - Das neue Skillsystem mit dem Entfallen der Skillbäume finde ich sehr gut. War anfangs skeptisch, aber man hat durch die Runen viel mehr Variationsmöglichkeiten als mit einem klassischen Skillbaum. Außerdem ist ist interessant vor einem Bosskampf mit verschiedenen Kombinationen zu experimentieren. - Man bekommt Geschichten und Hintergründe durch Audiotagebücher erzählt. Habe diese Erzählform das erste mal in Bioshock erlebt und fand das damals genial.Man kann einfach weiterspielen und erfährt währenddessen etwas über die Geschichte. Schön, dass Diablo III das übernommen hat. - Schwierigkeitsgrad scheint seit der Beta etwas angehoben worden zu sein. Bin zwar im ersten Akt immer noch nicht gestorben, aber zumindest musste ich im Gegensatz zur Beta Heiltränke nutzen. Und es gibt ja dann noch Albtraum, Hölle und Inferno:) - Viele Drops.....sehr wichtig bei einem Diablo:) - Zerstörbare Umgebung, und zwar wirklich viel davon. Negativ: - Die Streichung der Attributspunktevergabe beim Levelaufstieg. Im Gegensatz zu der Streichung der Skillbäume war dies ein Rückschritt. Ich hätte gerne selber bestimmt, ob ich eine Glaskanone mit wenig Leben und viel DMG oder halt andersrum(oder eine sonstige Mischung) spiele. Das hätte mir Blizzard nicht abnehmen brauchen. - Beschränkung auf 4 Hotkeys+ die beiden Maustasten. Hätten ruhig paar mehr Skills verfügbar machen können. Ich habe bis vor kurzem einen Marodeur in SWTOR gespielt und hab 32 Hotkeys benutzt, Fühle mich in Diablo ein wenig unterfordert. - Grafik ist nicht mehr Zeitgemäß(stört mich aber nicht, sollte nur trotzdem erwähnt werden) - kein PVP Modus(soll aber nachgeliefert werden) Das sind die einzigen Kritikpunkte, die mir nach etwa 10 Stunden Spielen aufgefallen sind. Das Spiel hätte dafür bei mir noch 4 1/2 Sterne(aufgerundet auf 5 Sterne) bekommen. Wieso also nur 2? -Onlinezwang Ich kann verstehen, weshalb Blizzard das tut und es hat auch seine Vorteile. Vor allem der bessere Schutz vor Cheatern und Dupern sehe ich als wichtigsten Vorteil für den ehrlichen Spieler. Für mich überwiegen aber die Nachteile. Ich kann wenn ich mal wieder auf Reisen bin und auf meinem Laptop nicht immer Internet habe, nichtmehr mal eben ne kleine Runde Diablo spielen. Leute mit instabiler Verbindung werden öfters Verbindungsabbrüche haben. Die Server sind alles andere als stabil. Hab immer mal wieder kleine Laggs. Ganz zu schweigen von dem katastrophalen Login gestern. Deshalb einen halben Stern Abzug -Echtgeldauktionshaus Für mich die schlimmste Neuerung. Wahrscheinlich werden jetzt die üblichen kurzsichtigen Kommentare ala "du musst es ja nicht benutzen" kommen. Das ändert aber nichts daran, dass ich trotzdem davon betroffen sein werde. Zum einen durch das PVP, welches nachgereicht wird und "sehr umfangreich" sein soll, wo dann Leute die sich ihre Ausrüstung erkaufen einen unfaieren Vorteil haben. Nicht umsonst sind Pay to Win Systeme in MMORPGS so verpöhnt und sdas Echtgeldauktionshaus ist nichts anderes. Zum anderen steht das Echtgeldauktionshaus in Konkurrenz zum Ingameauktionshaus. Jetzt wird sich jeder, der einen wertvollen Gegenstand findet, in welches der beiden Auktionshäuser er das Item stellt. Und viele werden die Gelegenheit nutzen um ihre Taschengeld einw enig aufzubessern udn es ins Echtgeldauktionshaus setzen. Dadurch sinkt das Angebot im Ingamegoldauktionshaus und die Preise steigen (für mich). Die einzige Möglichkeit dies auszugleichen wäre, wenn die selbe Anzahl an Käufern auch auf das Echtgeldauktionshaus ausweichen würde, wodurch die NAchrfrage im Ingamegoldauktionshaus dementsprechend sinkt, dass sich die Preise stabilisieren. Aber wie viele Umfragen zeigen, sind mehr Leute eher dazu geneigt etwas zu verkaufen als Geld für virtuelle Güter auszugeben. Was im Endeffekt bedeutet, dass für mich die Preise steigen, auch wenn ich das Echtgeldauktionshaus nicht benutzen werde. Außerdem macht mit die Entwicklung Angst, wenn sich das etabliert. Bei den ersten DLC haben die selben Leute gesagt, "du musst sie ja nicht kaufen, es betrifft dich...
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spaßig für kurze Zeit, 17. Mai 2012
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: Diablo III (uncut) (Computerspiel)
Bezieht sich auf das Spiel selbst: Ich möchte zunächst meinen Hut ziehen vor der Arbeit, welche in die einzelnen Bestandteile und Details des Spiels eingeflossen ist. Trotzdem, leider, auch wenn es ein paar Stunden Spaß gemacht hat, hat sich bei "Diablo 3" meines Erachtens eine Krankheit eingeschlichen, die heutzutage viele große Produktionen ereilt: Es wirkt vor allem irgendwie unpersönlich. Mit folgender Konsequenz: Man beschäftigt sich nicht lange damit und vergisst es recht schnell wieder. Detaillierte Rezension: Gameplay: Es wurde eigentlich so viel ins Spiel reingesteckt, dass man argumentieren könnte es sei sehr abwechslungsreich: Zig Fähigkeiten der einzelnen Spielfiguren, zig "Runen", die die Fähigkeiten einzigartig erweitern, zig Möglichkeiten, das alles zu kombinieren. Und doch, irgendwie, macht man die ganze Zeit dasselbe. Natürlich lässt sich fragen, ob das bei "Action-RPGS" bzw. "Hack 'n Slays" nicht "normal" sei. Ich denke nicht. Bei Diablo 3 liegt es meines Erachtens an 4 Dingen: 1.) Die bombastischen Grafik-Effekte bedecken alles, so dass man sein Gameplay visuell nur selten mitbekommt: Wenn man (maximal) zu viert spielt, kann man vielleicht gerade noch ab und an ausmachen, welche Fähigkeit man selbst benutzt. Der Rest geht in einem wilden Farbenstrudel, Licht- und Explosionsgewitter unter, das gleichbleibend chaotisch und monoton ist... Seltsam, z.B. allein im Vorgänger dieses Spiels konnte man zu 8t spielen, jeweils noch einen Begleiter haben (=16), und ich konnte immer noch erkennen, wer was macht. 2.) Es wird anfangs einfach keine Herausforderung gleich welcher Art geboten, auch nicht für absolute Neulinge (: Schwester meines Freundes). Viele kontern: "Kommt erstmal zum Schwierigkeitsgrad "Inferno"!". Aber ehrlich gesagt fehlt mir dazu einfach die Motivation: Zunächst 30-40 Stunden investieren und den Inhalt 4 Mal durchlaufen zu müssen, damit es herausfordernd wird? Nein, danke. Wenn es nach 10 Stunden immer noch nicht herausfordernd ist, ist mir meine Zeit zu schade. Auch Menschen ohne viel Zeit zum Spielen wünschen Herausforderung! 3.) Die Begegnungen sind fast alle gleich: Die Monster kommen zu 98% von vorne auf einen zugelatscht. Abwechslung durch Hinterhalte? Sehr selten. Besondere Encounter über die 4 Endgegner hinaus? Fehlanzeige. Z.B. dass vielleicht einmal Bogenschützen auf Barrikaden ständen zu denen man nicht gelangt, bis man sich zu ihnen vorgekämpft hat? Dergleichen gibt es schon gar nicht. Das wird sich auch nicht in den anderen Schwierigkeitsgraden ändern. 4.) Es gibt ganz einfach zu wenig "Persönliches", "Unperfektes", "Ungewolltes".... Besondere Situationen oder Monster, wo man mal grinsen muss oder ein wenig zu knabbern hat? Eigentlich nicht. Ein Gag des Vorgängers waren die lustigen Monster-Namen oder auch deren Aussehen. Wie die Monster in Diablo 3 heißen, oder aussehen, geht leider ebenfalls im visuell chaotischen Spielgeschehen unter, und die Monster leben zunächst auch nicht lang genug, als dass man viel mitbekommen würde. Auch die so genannten "Events", kleine Missionen: So wirklich ist mir keine in Erinnerung geblieben, nur dass irgendwo generische Monster auftauchten, die dann im Blitzlichtgewitter untergingen... Schade. Grafik: Abgesehen von dem unter Gameplay, Punkt 1, beschriebenen, kritischen Fauxpas: Auch wenn sie veraltet ist und einen risikofreien Stil hat, der einem irgendwie bekannt vorkommt: Hier gibt es viel Liebe zum Detail. Vor allem die Städte sind schön, wie z.B. eine mystische Wüstenstadt. Nur bekommt man davon wenig mit. So sind manche schöne Orte (z.B. eine schummrige Taverne in der Wüstenstadt) gar nicht wirklich ins Spiel eingebunden. So dass man nur zufällig beim Erkunden über sie stolpert und dort nur kurz verweilt. Andererseits fehlen wegen der Menge an Inhalten einige grafische Details wie z.B. in diversen Animationen, so dass z.B. die Waffen des Mönches aus dessen Händen verschwinden. Da war es anscheinend wichtiger, jede Klasse sowohl männlich als auch weiblich zu designen; mit jeweils eigenen Videos, Animationen, Modellen, etc. Im Sinne des Gender Mainstreaming korrekt, aber gerade das relativiert auch den einzigartigen Charakter der einzelnen Spielfiguren. Story: Kann man im (mir bei diesem Spiel wesentlichen) Multiplayer nicht wirklich mitbekommen, da vieles simultan abläuft: Da redet auf einmal eine Stimme los, wenn man ein Buch aufhebt, während ein Mitspieler bereits die nächste Figur anspricht - Chaos. Selbst es mit meinen Freunden abzustimmen war unmöglich, und erst recht nicht in öffentlichen spielen, in dem einfach alles weggeklickt wird. Wobei das Wegklicken-Müssen dann...
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