Die Griechen haben es nicht leicht, wie Ihr alle aus den Nachrichten wissen dürftet. Das wirtschaftlich starke Resteuropa hat dem wirtschaftlich schon immer schwachen südeuropäischem EU-Mitgliedsland jahrzehntelang viel zu billige Kredite gegeben, stets in der Hoffnung, es werde schon gut gehen. Jetzt, wo die Wirtschaft selbst stärkerer Staaten zusammengebrochen ist, geht es eben plötzlich nicht mehr gut. Mich wundert, dass sich darüber alle wundern. Aber was hat das jetzt mit Apple-Geräten und Spielen dafür zu tun? Weiterlesen »
Archiv für die ‘soziale Verantwortung’ Kategorie
Im aktuellen Thema der Woche stellt das Umweltbundesamt Smartphone-Apps vor, die dem eigenen, persönlichen Umweltschutz dienen können. Passend zur IFA, die ab dem 02.September Ihre Tore öffnet und die neuesten Trends der Unterhaltungselektronik präsentiert, werden sogenannte “Umwelthelferlein” aufgelistet, die man immer dabei haben kann. Dabei geht es um Programme, die beim nachhaltigen Einkauf unterstützen, die CO2-Emissionen beim Autofahren minimieren oder den nächsten Recycling-Container aufspüren. Die App-Tipps findet man auf der Hauptseite des Umweltbundesamtes.
So kann jeder sein iPhone neben dem Zocken auch für den Umweltschutz einsetzen. Dass es beim Umweltschutz nicht immer bierernst zugehen muss, zeigt auch das Spiel “Eco Punk”, bei dem man mit seinem Skateboard den Müll auf der Strasse aufsammeln muss. Damit man nicht über den Haufen gefahren wird, nimmt man gleichzeitig den motorisierten Verkehr mit schweren Waffen unter Beschuss.
AppStore: Eco Punk
Eco PunkHersteller: Mashak Eng

Mit dem Eco Index von O2 versucht Telefónica, seinen deutschen Kunden eine Entscheidungshilfe beim Kauf eines Mobiltelefons zu geben. Zuvor hatte der spanische Mobilfunkriese den mit Herstellern und Forum for the Future entwickelten Index bereits im Vereinigten Königreich eingeführt. Forum for the Future ist ein britische gemeinnützige Organisation, die sich in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen für eine nachhaltige Zukunft einsetzt.
Der Index soll die Umweltverträglichkeit eines Gerätes darstellen und setzt sich aus sieben verschiedenen Kriterien zusammen – u.a. Umweltverhalten des Herstellers, Einfluss des Gerätes in der Nutzungsphase sowie die Rohstoffgewinnung. Leider erklärt der Mobilfunkanbieter nicht, wie es zu den unterschiedlichen Gewichtungen der Kriterien gekommen ist. Auch wird nicht erklärt, warum ein Gerät eine bestimmte Wertung erhalten hat.
Noch sind nicht alle Hersteller mit an Bord und nicht alle Geräte mithilfe des Index bewertet worden. Telefónica benennt explizit Apple, das auf seinen eigenen Nachhaltigkeitsbericht verweist und nicht an der Bewertung durch den Eco Index teilnimmt.
Zum Start des Eco Index hat Telefónica auf der Plattform diskutiere.de eine Diskussion mit dem Thema “Wozu grün und fair – Hauptsache Handys sind smart, schnell und schick!?” initiiert. An dieser Diskussion kann jeder Interessierte teilnehmen und seine Meinung zum “nachhaltigen Konsum und Lebensstil im Zeitalter von Smartphones, Apps & Co” einbringen. Fünf Expertenbeiträge aus verschiedenen Blickwinkeln erläutern die Hintergründe zum Thema.
Online-Diskussion “Wozu grün und fair – Hauptsache Handys sind smart, schnell und schick!?”
Das Thema Umweltschutz bei Apple
Umweltschutzberichte zum iPhone 3Gs (PDF) und iPhone 4 (PDF)
Das Spiel MiniOne Racing des französischen Labels Frogames wurde bereits im Dezember 2008 veröffentlicht und ist demnach nicht mehr ganz taufrisch. Allerdings haben die Entwickler seit Ende März den festen Preis des Arcade-Racers aufgehoben. Stattdessen kann man den Preis des kurzweiligen Spiels selbst bestimmen. PAY WHAT YOU WANT nennt Frogames das System. Je nachdem, wie großzügig der Käufer ist, desto mehr Goodies erhält er bei seinem Kauf. Außerdem verwendet Frogames einen Teil der Einnahmen, um damit die Organisation Kiva bei der Vergabe von Mikrokrediten an Kleinbetriebe in Entwicklungsländern zu unterstützen.
Das PWYW-System ist wie folgt gestaffelt:
- ab 2 US-$: MiniOne Racing
- ab 8 US-$: zusätzlich MiniOne Racing Development Document (inkl. 5% Mikrokredit)
- ab 15 US-$: zusätzlich Penguins Arena (Preis: US-$ 19,95) (inkl. 10% Mikrokredit)
- ab 30 US-$: Zusätzlich Frogames Prototypes & Betas (inkl. 15% Mikrokredit)
- ab 60 US-$: zusätzlich MiniOne Racing Tasse (inkl. 20% Mikrokredit)
- ab 90 US-$ zusätzlich eine individuelle und vom Künstler signierte MiniOne Racing-Zeichnung (inkl. 20% Mikrokredit)
Das System ist, wie ich finde, eine feine Sache. Spieler mit schmalem Budget können sich für wenig Geld ein tolles Spiel leisten. Spiel-Enthusiasten mit mehr finanziellen Möglichkeiten haben die Chance, sich für etwas Extra-Geld mit Goodies einzudecken und dabei noch einen wohltätigen Zweck zu unterstützen.
Details zum Angebot: MiniOne Racing – PAYWHATYOUWANT
Details zur Mikrokreditplattform: Kiva
MiniOne Racing Trailer from Frogames on Vimeo.
Der Grund für die Existenz von macinplay ist unsere Leidenschaft für elektronische Spiele – natürlich am liebsten auf Mac, iPod, iPhone oder iPad. Um unser Hobby ausüben zu können, benutzen wir also die Produkte von Apple.
Alle Produkte, die von Menschenhand hergestellt werden, haben einen bestimmten Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt, in der wir leben. So werden bei der Herstellung von Nahrungsmitteln beispielsweise Düngemittel eingesetzt, die das Grundwasser beeinträchtigen können, oder es entstehen klimaschädliche Gase bei der Nutzung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.
Darüber hinaus werden viele Produkte, die wir benutzen oder konsumieren, in Regionen hergestellt, in denen der Schutz der Gesundheit und die Standards der Arbeits- und Lebensbedingungen nicht den Ansprüchen einer sozialgerechten Gesellschaft entsprechen, so wie wir sie definieren. So erhalten die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken, die die Produkte für uns herstellen, oftmals nicht ausreichend Lohn, um ein einigermaßen gesundes und würdevolles Leben führen zu können. Aber auch Arbeitsschutzmaßnahmen sind meist nicht in einem ausreichendem Ausmaß vorhanden. Verletzungen und Erkrankungen von Mitarbeitern werden billigend in Kauf genommen, da entsprechende Sanktionen durch staatliche Stellen nicht vorgenommen werden oder gar nicht erst vorhanden sind.
Unsere Verantwortung
Daraus folgt, dass wir in den “hochentwickelten Industrienationen” unseren Wohlstand und unsere sozialen Standards zu einem erheblichem Teil den niedrigen sozialen und damit billigen Standards in den Produktionsländern verdanken. Einfach gesprochen: Weil die chinesische Fabrikarbeiterin einen Monatslohn (brutto) von 150 Euro erhält, können bei uns Werbekampagnen Produkte unter einem Motto wie “Geiz ist geil” anbieten. Darüber hinaus hat unser Konsumverhalten einen hohen Einfluss auf unsere Umwelt und das Klima. Umweltverschmutzung und Klimaveränderungen bekommen wiederum die ärmsten Länder zuerst zu spüren, z.B. durch steigende Meeresspiegel.
Was hat das jetzt alles mit Apple und Computerspielen zu tun?
Die Technik, die wir zum Spielen benutzen, sei sie nun von Apple, Logitech, HP, Acer, Dell oder anderen Herstellern, wird in der Regel ebenfalls in sogenannten Billiglohnländern produziert. Um auf die Missstände im Zusammenhang von iMac, Apple TV und Co. hinzuweisen, starten wir hier auf macinplay eine lose Reihe von Artikeln, die diese gesellschaftlichen Problematiken aufgreift. Das Bewusstsein für die Verantwortung unserer Umwelt und Gesellschaft gegenüber scheint noch nicht ausgeprägt genug zu sein.
Dabei versuchen wir auch Tipps und Hinweise zu geben, wie man neben der Nutzung von echtem Ökostrom auch beim Hobby Computerspielen die Umwelt möglichst wenig belastet und wie man versuchen kann, Einfluss zu nehmen auf die Verantwortlichen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.
Es ist Zeit, in einen fairen Apfel zu beissen
Den Anfang unserer Reihe macht ein Artikel zum Aktionstag “Time to bite into a fair Apple” im Rahmen der internationalen Kampagne MakeITfair, die u.a. von der Nichtregierungsorganisation (NGO) Germanwatch getragen wird. Am kommenden Samstag, den 07. Mai 2011, organisiert Germanwatch in Deutschland Aktionen, die faire Arbeitsbedingungen in den Lieferketten und Produktionsstätten von Apple fordert. Germanwatch ruft dazu auf mitzumachen und in der eigenen Stadt selbst eine Aktion durchzuführen.
Detaillierte Informationen dazu findet Ihr im Artikel Time to bite into a fair Apple.
Rettet Griechenland mit »Clockwork Brain«!





Rennspiel ohne festgelegten Kaufpreis: MiniOne Racing