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Archiv für die ‘Serious Game’ Kategorie

Platform: Mac/OS XPlatform: WindowsPapers Please, spielen im Grenzbereich

Verfasst von Holger Saß am 17. August 2013 Kommentieren

Erinnert sich noch jemand an die Grenzkontrollen zwischen der BRD und der DDR? Oder hat mal jemand in letzter Zeit versucht nach Nordkorea einzureisen? Wenn ihr eine dieser Frage mit Ja beantworten könnt dann ahnt ihr worum es in diesem ungewöhnlichen Spiel geht.
Papers Please 1
Ihr verkörpert einen Grenzbeamten des Staates “Arstotzka” und verseht euren Dienst an der Grenze zu “Kolechia”. Eigentlich nicht schlimm, aber die beiden Staaten lagen bis vor kurzem in einem sechsjährigen Krieg miteinander und dementsprechend verspannt ist die Atmosphäre. Und zu allem Überfluss habt ihr euch den Job auch nicht ausgesucht, sondern wurdet per Losentscheid in euer verantwortungsvolles Amt gehievt. Und da Arstotzka nicht gerade als lupenreine Demokratie zu bezeichnen ist habt ihr auch keine Möglichkeit das Angebot abzulehnen.
Und so sitzt ihr also in eurem kleinem Büro als kleiner Gott der Grenzkontrolle und entscheidet wer einreisen darf und wer nicht.

Natürlich gibt es Vorgaben welche Papiere zur Einreise nötig sind und wie diese auszusehen haben, aber eine kleine Ermessensspielraum habt ihr natürlich. Steht zum Beispiel ein Ehepaar vor euch und die Papiere der Frau sin in Ordnung während bei dem Mann ein Stempel fehlt so habt ihr mehrere Möglichkeiten. Ihr könnt natürlich beide durchwinken in der Hoffnung das es keiner eurer Aufpasser bemerkt. Oder ihr lasst die Frau einreisen und schickt den Mann zurück nach Kolechia. Oder ihr lasst beide als potentielle Terroristen verhaften. Vielleicht lasst ihr die beiden auch nur gegen ein kleines Handgeld, das euch dabei hilft eure Familie zu ernähren, durch. Nur dumm wenn die beiden dann wirklich eine Bombe zünden.Papers Please 3
Eigentlich müsst ihr nur die Papiere der Reisenden auf Vollständigkeit prüfen und sie mit der Person vor euch vergleichen. Ist alles in Ordnung, könnt ihr sie durchlassen. Ist etwas faul lasst ihr sie einfach nicht rein ins Land. Aber natürlich gibt es Grenzfälle wie den oben beschriebenen: Wollt ihr wirklich eine Familie auseinander reissen nur weil ein Stempel fehlt? Zu allem Überfluss ändern sich die Vorgaben was man eigentlich zur Einreise braucht täglich und ihr müsst eure Entscheidungen unter Zeitdruck treffen. Und gelegentlich schaut auch mal ein Kommissar aus der Hauptstadt vorbei und schaut nach dem rechten, na ja eigentlich kommt er ziemlich oft um euch zu kontrollieren.
Papers Please 2Und dann gibt es da noch die zweite Ebene des Spiels: Eure Familie. Eure Prämien für zügige (und korrekte) Bearbeitung der Einreisegesuche sowie angenommene Schmiergelder könnt ihr nämlich nicht nur zur Verbesserung eures Arbeitsplatzes ausgeben, sondern hauptsächlich diene sie dazu eure Familie über die Runden zu bringen. Die Oma ist krank und bräuchte dringend Medikamente, der Sohn hat bald Geburtstag und wünscht sich ein neues Fahrrad. Ist es da nicht toll das dieser Mann zwar mit offensichtlich falschen Papieren einreisen möchte, er aber bereit ist euch für die Einreisegenehmigung zu bezahlen weil er “dringende Geschäfte” zu erledigen hat? Und wenn es nun ein kolechianischer Terrorist ist? Oder ein Spitzel eures zuständigen Kommissars? Ist das Fahrrad eures Sohnes das Risiko wert? Und ist Oma nicht sowieso schon alt genug geworden?
Lasse ich den Verzweifelten mit den falschen Asylantrag einreisen oder schicke ich ihn in den Bau? Das sind die Fragen die das Spiel an euch stellt.
Und die nur ihr nur selber beantworten könnt.

Papers Please 4

Das Spiel verpackt diese Fragen in 8bit Retrooptik und daher sind die Systemanforderungen auch entsprechend gering. Ein Core 2 Duo mit 2GB RAM reichen, allerdings braucht ihr OSX 10.8. und gute Englischkenntnisse, da das Spiel nicht lokalisiert ist.
Zu beziehen ist das Spiel über Steam oder wer sich nicht an Valves Plattform binden möchte, der findet es auch bei GOG.com.

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Platform: Mac/OS XPlatform: LinuxPlatform: WindowsKerbal Space Programm: Die Jedermann-NASA

Verfasst von Holger Saß am 18. Juni 2013 Kommentieren

Ihr regt euch auf das Fantastillionen Taler zur “Rettung” von eigentlich selbstverantwortlichen Wirtschaftsbetrieben ausgegeben werden während die Mittel für Bildung und Forschung Stück für Stück zusammengestrichen werden? Wir (also der Mensch, nicht wir persönlich) waren schon 1969 auf dem Mond und dann? Auf so aufregende Meilensteine wie einen Bemannten Flug zum Mars oder der äusseren Planetenmonde warte ich seitdem vergeblich. Und damit solce Projekte wenigstens virtuell zum Leben erweckt werden möchten wir euer Augenmerk heute auf eine Simulation der besonderen Art lenken: Kerbal Space Programm.

In KSP (so die Handliche Abkürzung) führt ihr als Chef des berühmten Kerbal Space Centers die Bewohner des Planeten Kerbin in den Weltraum. Dazu gilt es aus einer Vielzahl von Bauteilen die richtigen auszuwählen um ein Flugfähiges Gerät (Rakete oder Flugzeug) zusammen zu bauen und dann einen todesmutigen Kerbal in die Luft zu jagen. Manchmal passiert nämlich genau das, leider.

Aber wenn die ersten Hürden gemeistert sind und ihr den ersten Kerbalnauten wieder heil aus der Umlaufbahn zurückgeholt habt, dann könnt ihr beginnen das ganze Planetensystem zu erforschen. Momentan gibt es 7 Planeten mit insgesamt 9 Monden auf denen es einiges zu Entdecken gibt. Das Spiel ist dabei einigermassen akkurat, auch wenn es natürlich einige Vereinfachungen gibt der der Rechenleistung und der Spielbarkeit geschuldet sind (So ist beispielsweise immer nur eine Gravitationsquelle aktiv, die anderen werden ausgeblendet). Aber trotzdem gilt es eine Menge zu beachten und schnell merkt man das die Planung einer Weltraummission doch nicht ganz so einfach ist wie man sich das manchmal vorstellt. Und natürlich dürft ihr eure selbstkreierten Vehikel auch selber Fliegen, also auf Kurs halten, oder nach erfolgreicher Landung mit eurem Rover auf der Oberfläche fremder Welten herumkurven. Luftkampfaction dürft ihr allerdings nicht erwarten, schliesslich geht es um die friedliche Erforschung des Weltraums. Dafür kann man mehrere Missionen geichzeitig am Laufen haben, falls man mit einer nicht ausgelastet ist. Allerdings ist das Spiel sehr offen und es gibt einen Baukasten um eigene Erweiterungen und Modifikationen ins Spiel zu bringen.

Das Spiel ist aber noch in einer sehr frühen Phase, die aktuelle Versionsnummer lautet 0.21. Damit also gleich eine Warnung: Wer schon ein komplettes, perfektes Spielerlebnis erwartet, der ist hier sicher fehl am Platze, Forscher und Leute mit Lust am Entdecken und Basteln allerdings sollten sich hier wohlfühlen. Momentan ist das Spiel noch ein reines offenes Spiel ohne solche Kleinigkeiten wie Missionen oder Budgetbeschränkungen, allerdings gibt es laufend Verbesserungen und neue Features. Aber ein Karrieremodus mit entsprechenden Inhalten steht auf der vListe der Entwickler ziemlich weit oben.
Alles was ihr neben der Lust am Probieren und den Drang ins All vorzustoßen braucht ist ein Mac mit OSX 10.6, einem Dual Core Intel, 2 GB RAM, 512MB VRAM und 1 GB Platz auf der Festplatte. Wobei das Spiel auch auf meinem iMac mit der 256 MB Radeon HD 4670 läuft.
Erhältlich ist das spiel direkt bei den Entwicklern von Squad (hier entlang bitte), oder im Steam Shop. Bei beiden Quellen gibt es auch eine kostenlose Demo zum ausprobieren.
Und wer weitere Informationen sucht der wird zum Beispiel auf kerbalspaceprogramm.de fündig.

Platform: Mac/OS XPlatform: Windows 1916 – Der unbekannte Krieg: Kunst aus DK

Verfasst von Holger Saß am 9. Mai 2011 Kommentieren

Das Spiel “1916 – Der unbekannte Krieg” möchte dem Spieler den Schrecken des Krieges nahebringen. Das Projekt dänischer Studenten bedient sich dabei der üblichen First Person Shooter Ansicht, allerdings ist alles in schwarz-weiß gehalten und beginnt in einem Schützengraben. Dort gilt es den Ausgang zu finden. Dabei treiben die Hintergrundgeräusche und die Grafik schon einem eine Gänsehaut über den Rücken. Schnell stellt man fest, das man außerdem ganz alleine im Graben ist, nur einige Leichen sind zu sehen und im Hintergrund flitzen plötzlich einigen seltsame Schemen durch den Graben. Was würde ich jetzt für eine Leiter geben um dem Ganzen zu entkommen, oder wenigstens etwas Ausrüstung, zum Beispiel eine Waffe, wäre jetzt beruhigend. Während ich also durch den Graben hetzte steht mir plötzlich einer der Schemen gegenüber, es ist: ein Dinosaurier!

Na ja, spätestens seit “Jurassic Park” wissen wir alle das einige Arten ausgesprochen aggressiv sind und durch diesen Kunstgriff vermeiden die Macher das ich auf digitalisierte Menschenbilder schiessen muß. Wenn man sich mit damit anfreunden kann, dann bietet das kostenlos erhältliche Spiel eine Menge Atmosphäre und weiß durchaus zu gefallen. Aber Shooterfreunde aufgemerkt: es geht hier nicht darum möglichst viele Headshoots anzubringen sondern einfach nur darum zu überleben. Und das gelingt am besten indem man den Dinos aus dem Weg geht.

Zu beziehen ist das Spiel über die Homepage, alles was ihr braucht ist ein Intel Mac oder einen Windows PC, wenn es gar nicht anders geht. Oder ihr spielt die Browserversion.

CityOne: IBM steigt ins Spielgeschäft ein

Verfasst von Holger Saß am 7. Oktober 2010 Kommentieren

Eigentlich sind Spiele ja dazu da Spaß zu machen und auch ein wenig vom Alltag abzulenken. Aber es gibt auch ernste Spiele, Spiele die auf Missstände aufmerksam machen wollen oder einem etwas lehren.
Das läuft dann seit neustem unter dem Label “Serious Games”.
Bereits vor einiger Zeit hat Kollege Sondermann ein solches ernsthaftes Spiel angekündigt.
Und jetzt ist es da: IBMs CityOne.
Eine Art SimCity ohne Godzilla und andere Katastrophen. Obwohl, es geht weniger darum kleine Gebäude zu errichten und darauf zu hoffen das die Feuerwehr schnell genug vor Ort ist. Vielmehr gilt es die vier Bereiche Energie, Wasser, Finanzen und Wirtschaft durch kluge Entscheidungen so zu steuern das die Umwelt im Gleichgewicht bleibt und gleichzeitig die Stadt gedeiht. Es gilt durch kluge Vernetzung Ressourcen zu sparen und so die Entwicklung voranzutreiben ohne das es zu einem Kollaps kommt. IBM hat dafür den Slogan “A Smarter Planet Game” gewählt.
Wer es also probieren möchte: Eine kurze Anmeldung bei IBM, und schon kann es losgehen. Genaue Systemvoraussetzungen sind nicht bekannt, aber das Spiel läuft im Browser und benötigt Adobes Flash. Damit sollten die meisten Macs wohl zurechtkommen.
Hier geht es zur Startseite des Projekts.

Katiegorien: Macintosh, Serious Game, Spiele
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IBM entwickelt Spiel für Städteplaner und Bürgermeister

Verfasst von David Sondermann am 7. Mai 2010 1 Kommentar

Das Meckern über Politik, Wirtschaft und Verwaltung ist ganz einfach. Denn jeder von uns weiß eh alles besser als “die da oben”. Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit, in der der “kleine Mann von der Strasse” sich beweisen kann und die Möglichkeit bekommt, die Geschicke einer Stadt zu lenken.
Dazu bringt IBM in diesem Herbst ein Serious Game raus: City One.
EIn Vergleich mit Sim City drängt sich geradezu auf. Aber in dieser Simulation muss man nicht nur auf die richtige Stadtplanung achten, man muss die Stadt und all ihre Belange am Laufen halten.
Es muss für sauberes Wasser, genug Energie und eine gesunde Umwelt gearbeitet werden. Darüber hinaus überwacht man den Handel, kümmert sich um die Bankenwirtschaft und vieles mehr. Dazu kommen Herausforderungen wie Klimawandel, Umweltverschmutzungen, ineffiziente Betriebe und so weiter, vergeben wir Mikrokredite, setzen wir auf Windkraft und Elektroautos?
Das Spiel scheint ziemlich komplex zu werden und soll sogar an Universitäten als Lehrmittel eingesetzt werden.
Wer kann es besser als die Politiker, Finanzexperten, Industriebosse oder Umweltschützer? Am Ende des Jahres können wir unser persönliches Athen, Shanghai oder Buxtehude planen.
Es scheint ein Browsergame zu werden. Sobald die Systemvoraussetzungen bekannt sind, wird macinplay darüber berichten.

Die Webseite dieser Simulation mit einem Trailer findet Ihr hier:
City One

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