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Plattform: KonsoleDer Sega Weg – Kurswechsel bei Nintendo?

Verfasst von Holger Saß am 20. Januar 2014 1 Kommentar

Nintendo kommt ins schlingern, der Chef verkündet ungeheuerliches und wir machen uns ein paar Gedanken dazu.

Nintendo Logo

Und zwar hier

Katiegorien: Wirtschaft
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Gameloft-Logo
Vor ein paar Tagen hat Gameloft die Umsatzzahlen für das erste Halbjahr 2013 veröffentlicht, und die sind gar nicht schlecht:

109.4 Millionen Euro Umsatz im ersten Halbjahr 2013

Umsatz auf Smartphones wächst im ersten Halbjahr um 45%

Paris, 25. Juli 2013 – Gameloft erreichte im zweiten Quartal 2013 einen konsolidierten Umsatz von 55.2 Millionen Euro, was einem Anstieg von 10% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Basierend auf einer vergleichbaren Kursrate entspricht das Wachstum 12%. Dabei fallen 33% des Umsatzes im zweiten Quartal auf EMEA, 25% auf Nordamerika, 22% auf LATAM und 20% auf APAC.

Während des ersten Halbjahres 2013 erreichte Gameloft einen konsolidierten Umsatz von 109.4 Millionen Euro, was einem Anstieg von 15% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Basierend auf einer vergleichbaren Kursrate entspricht das Wachstum im ersten Halbjahr 17%. Dabei fallen 32% des Umsatzes im ersten Halbjahr auf EMEA, 25% auf Nordamerika, 23% auf LATAM und 20% auf APAC.

Da feiern wir erstmal mit den Franzosen, denn wenn es einer Firma, die Spiele produziert, gut geht, dann kann man sich auf viele schöne neue Spiele freuen.

Aber dann kommen ein paar Details, die mich doch nachdenklich stimmen:

Gamelofts schnelles Wachstum wird auch vom erfolgreichen Verkauf virtueller Güter (In App Käufe) und durch Werbeeinnahmen angetrieben. Diese beiden Elemente machen mittlerweile 80% des Umsatzes auf Smartphones aus. Das Free to Play-Modell verlängert dabei die Lebensdauer der Gameloft Produkte. Spiele aus 2011 und 2012, wie z.B. Modern Combat 4: Zero Hour, World at Arms, MY LITTLE PONY, Ice Age: Die Siedlung, Order & Chaos Online und Six Guns haben sehr viel zum Erfolg im ersten Halbjahr 2013 beigesteuert.

Tja, da frage ich mich dann doch, was bloß in die Spielerwelt gefahren ist.
Scheinbar wird nur geschaut, was das Spiel im Einkauf kostet und dann macht man sich keine weiteren Gedanken. Und heraus kommen dann solche Schlagzeilen:
8-jährige gibt für iPad-Spiele 4.000 Pfund aus – Apple erstattet Betrag zurück

Das ist jetzt sicherlich ein Extrembeispiel, und natürlich lässt sich Fragen, inwieweit die elterliche Aufsichtspflicht hier vernachlässigt wurde. six-guns-10-nggid03916-ngg0dyn-320x240x100-00f0w010c010r110f110r010t010Aber allein die Tatsache, dass es zu einer Erstattung kam, zeigt doch eigentlich, wie verzweifelt alle Beteiligten versuchen, den Ball flach zu halten. Denn alle verdienen prächtig an diesem Konstrukt: Die Spielefirmen durch die vielen Gamer, die hier und da mal schnell für 79 ct ein paar Sterne, Diamanten, Münzen, Beeren oder was auch immer dazu zu kaufen um in dem Spiel voranzukommen. Und natürlich auch an den paar armen Gestalten, die aus Versehen oder durch schlichtes Nicht-Aufpassen ein Megapaket für 79,99 € kaufen und sich nicht trauen, auf den Putz zu hauen. Und Apple ist immer mit 30% dabei.
Dabei finde ich In-App Käufe an sich gar nicht verwerflich. Bevor die Großen dieses neue Geschäftsmodell namens “Freemium” entdeckten, war es nämlich ein praktisches Instrument, um zum Beispiel kostenlose Schnupperapps zu Vollversionen aufzupumpen. Hattet ihr die ersten 10 Level gespielt und das Spiel hat euch gefallen, konnte per In-App-Kauf die weiteren Level bequem dazu gekauft werden. Aber Spielinhalte, die nur dazu dienen, schneller voranzukommen, zu Mondpreisen anzubieten, finde ich verwerflich. Oder wie würdet Ihr die 79,99 € bezeichnen, die des öfteren aufgerufen werden? Denn auch das größte Hilfspaket ist irgendwann einmal aufgebraucht und dann ist wieder die Kreditkarte gefragt.
Und man darf sich natürlich auch nicht wundern, wenn dann Spiele genau um dieses Prinzip herum designt werden. In meinem Six Guns Test habe ich mich schon ausreichend darüber aufgeregt.

Screen shot for distributionGameloft ist natürlich beileibe nicht der einzige Hersteller, der dieses Prinzip für sich entdeckt hat. Auch Electronic Arts ist beim Geldverdienen immer vorne mit dabei. (Noch einmal: Ich finde daran nichts Verwerfliches, schliesslich ist es der ursächliche Zweck einer Firma, Geld zu verdienen.) Und mit dem letzten Update von Real Racing 3 wurde dann gleich mal beispielhaft vorexerziert, wohin die Reise geht, wenn die Einnahmen nicht der Erwartung der firmeneigenen Controller entsprechen. Mit dem letzten Update wurden nicht nur einige neue Inhalte wie Zeitrennen und neue Autos in das Spiel eingeführt. Nein, man sah sich auch bemüßigt, große Teile der Spielmechanik zu ändern. So war es plötzlich nicht mehr möglich, das Auto zu kaufen, das man möchte, sondern es gilt zunächst bestimmte Rennen zu beenden, um die Autos frei zu schalten. Das nennt sich “Karrieremodus” und mag realistischer als das alte System sein, aber gerade mit dieser Freiheit, jederzeit alles kaufen zu können, wurde vorher geworben. Zusätzlich wurde noch ein neues “Feature” eingeführt, der sogenannte “Leistungswert” eines Autos. Jetzt muss ein Auto für bestimmte Rennen massiv getunet werden, um daran teilnehmen zu können. Und das kostet natürlich reichlich In-Game-Währung, die man ja aber zum Glück gegen Bares nachkaufen kann. Hatte ich erwähnt, dass gleichzeitig die Preisgelder, die man für erfolgreiche Rennen bekommt, praktisch halbiert wurden? Seitdem hat meine anfängliche Begeisterung für den Renner doch arg gelitten.

xcom-ios-8Noch gibt es ein paar Firmen, die nicht auf diesen Zug aufgesprungen sind. Take 2 geht mit dem neuesten Spitzentitel XCOM: Enemy Unknown (unser Test) zum Beispiel den gegenteiligen Weg und versucht für ein Premiumprodukt auch einen entsprechenden Preis zu bekommen. Und ihr CEO Strauss Zelnick ist bisher zufrieden mit dem Ergebnis, sagt er jedenfalls den Kollegen von Gamesindustry.biz.

Jetzt liegt es an uns Konsumenten, welchen Weg wir gehen wollen: Einmal für ein Spiel zahlen oder immer wieder für virtuelle Verbrauchsgüter blechen und am Ende viel mehr auszugeben?

GRAVIS Wiesbaden vergrößert sich

Verfasst von Gero Pflüger am 2. Juli 2012 Kommentieren

Der GRAVIS-Store in Wiesbaden zieht am 9. Juli von der Adelheidstraße in die Friedrichstraße. Damit ist der Anbieter von digitalen Lifestyle-Produkten ab kommender Woche auf der belebten Einkaufsmeile in der Wiesbadener Innenstadt präsent. Weiterlesen »

Katiegorien: Ankündigung, Wirtschaft
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Arktis ab sofort ohne Versandkosten

Verfasst von Gero Pflüger am 5. Juni 2012 Kommentieren

Ab sofort liefert arktis.de* unabhängig von der Größe des Warenkorbs alle Produkte innerhalb Deutschlands versandkostenfrei aus. Damit setzt sich der Rosendahler Vertrieb von Mac- und iOS-Hardware, Spielen und Gadgets aller Art deutlich von der Konkurrenz ab. Weiterlesen »

Pressegespräch mit Gameloft

Verfasst von Gero Pflüger am 14. Februar 2012 Kommentieren

Heute ist macinplay für Euch in Köln – genauer: ich. Spielepublisher Gameloft hat zum Pressegespräch geladen und will uns erzählen, womit wir noch so zu rechnen haben.

Wir werden live von der Veranstaltung twittern. Auch wenn Ihr @macinplay nicht folgt oder vielleicht sogar noch immer nicht twittert, könnt Ihr verfolgen, was passiert. Schaut Euch einfach die @macinplay-Twitter-Seite an. Tweets zur Veranstaltung sind mit #glmip gekennzeichnet. Die Veranstaltung beginnt gegen 12 Uhr.

Natürlich werden wir Gelegenheit haben, den Jungs und Mädels auf den Zahn zu fühlen, und Ihr gerne auch. Habt Ihr Fragen? Twittert sie mit Hashtag #glmip

Transparenz-Disclaimer (vielleicht will ich ja mal Bundespräsident werden?):
Gameloft übernimmt die Kosten der Reise sowie die Bewirtung vor Ort. Die Gäste schießen die Reisekosten vor und bekommen die Auslagen dann erstattet. Ich fahre in der Ersten Klasse der Deutschen Bahn (Sparpreis Erster Klasse war günstiger als Standardpreis Zweiter Klasse) und habe Sitzplätze reserviert.

Blizzard gewinnt, WoW verliert

Verfasst von Gero Pflüger am 10. Februar 2012 Kommentieren

Spieleentwickler und -publisher Activision Blizzard hat 2011 ein extrem ertragreiches Geschäftsjahr hingelegt. Bei steigenden Umsätzen (die Einnahmen stiegen um rund sieben Prozent auf 4,76 Milliarden Dollar) konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn um ca. 160 Prozent auf eine gute Milliarde Dollar fast verdoppeln. Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Robert Kotick, präsentierte die Zahlen.

Mehr als je zuvor hat Activision Blizzard im vergangenen Geschäftsjahr von Verkäufen im digitalen Raum profitiert. Im Jahresvergleich seien die Einnahmen über digitale Kanäle um mehr 14 Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden Dollar gewachsen. Damit erreicht das Digitalgeschäfts 35 Prozent an den Gesamteinnahmen des Konzerns. Dieser digitale Erfolg habe mittlerweile mehr gründe als nur das seit Jahren als Cash-cow dienende MMORPG »World Of WarCraft«. Was vielen Mac-Spielern kaum bewusst ist: Neben WoW kommt auch die überaus erfolgreiche und auf dem Mac mittlerweile recht stiefmütterlich behandelte »Call of Duty«-Reihe von Activision Blizzard. Besonders beliebt ist hier der mit »Modern Warfare 3« eingeführte, kostenpflichtige Onlineservice »Call Of Duty Elite«. Diesen kostenpflichtigen Account nutzen mittlerweile rund 1,5 Millionen Premiumnutzer.

»World Of WarCraft« verliert hingegen an Einnahmen. Dies ist wohl auf die längere Phase ohne neues Add-on zurückzuführen. Daher verliere das Rollenspiel schon seit Monaten immer mehr Nutzer. Außerdem kam im vierten Quartal 2011 mit »Star Wars: The Old Republic« ein starker Konkurrent auf den MMORPG-Markt. Immerhin ist der Spielerverlust um das Achtfache geringer als im Quartal zuvor.

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