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Saitek P750 Gamepad

Verfasst von Gero Pflüger am 5. April 2010 Kommentieren

Na, endlich mal ein Gamepad mit massenhaft Knöpfen. Als erstes sticht der kleine Joystick ins Auge, den drei aufeinander zulaufende, orangefarbene Dreicke schmücken. Man stelle sich die Dreiecke in schwarz vor und den Untergrund in gelb, dann hat man die Warnung vor atomarer Strahlung…

An dem gut zwei Meter langem Gameport/USB-Kombinationskabel hängt ein klobiges, etwas unschön geratenes Gamepad mit zwei recht kurzen Griffstücken, das sich durch das Lösen von acht Schrauben öffnen lässt. Die Knöpfe sitzen allesamt angenehm fest und besitzen größtenteils mehrere Druckpunkte, was fein ist, da so selbst ungeschickte Drückversuche nicht daneben gehen. Der analoge Joystick hat eine gummierte Oberfläche, genauso wie auch der analoge Schubregler. Dafür besteht die gesamte Grifffläche aus normalem dunkelgrauen Plastik, das in hitzigen Spielen schnell durch die Schweißfinger flutscht. Der Werbespruch von Saiteks deutscher Website (“Das ganze Leistungspaket befindet sich in einem Saitek Design – und das bedeutet – Sie können bequem [ohne Ermüdungserscheinungen] spielen”) bewahrheitet sich dahingehend nicht.

Die obere Verkleidung besteht aus billig wirkendem, silbrigen Plastik. Die Optik der Draufsicht wird verschlimmert durch eine silberne Kappe, die den nicht benutzten Platz rechts des ebenfalls unästhetischen orange-grauen Joysticks einnimmt.

Was die Optik nicht hergibt, muss halt in der Technik stecken, und davon hat das P750 allerhand zu bieten. Erst einmal nüchtern betrachtet: Das Pad hat vier Feuerknöpfe, vier hervorragend erreichbare Trigger, einen analogen Joystick, eine 8-Wege-Richtungssteuerung sowie einen per Daumen bedienbaren Schubregler. Neben den beiden Knöpfen für digitalen und analogen Joystick-Modus gibt es noch zwei weitere Buttons, mit “Shift” und “Start” betitelt. Diese beiden Knöpfe sind eigentlich für Windows-Spiele gedacht, doch werden sie anstandslos vom InputSprocket erkannt und können belegt werden.

Der Joystick lässt sich butterweich mit dem linken Daumen bewegen und federt angenehm in die Ausgangslage zurück. Eine tolle Idee ist, dass die Joystick-Achsen durch einen kleinen (recht unhandlich zu bedienenden) drehbaren Ring fixiert werden können, also bleibst du z.B. nur in der X-Achse oder nur in der Y-Achse. Dies kann sehr hilfreich sein, wenn man mit dem Joystick bei Rennspielen z.B. nur lenken und lieber mit dem Trigger oder dem Schubregler Gas geben möchte. Schade nur, dass sich der Joystick nicht von links nach rechts umbauen lässt – Platz wäre auf dem Pad noch genug gewesen, und Saitek hat bereits mit dem Cyborg 3D Joystick bewiesen, dass es innovative Lösungen für Linkshänder geben kann.

Der Schubregler ist dank der gummiartigen Textur schön griffig, doch leider erscheint mir die zurücklegbare Strecke etwas kurz. Das führt dazu, dass ich bei einem Rennspiel etwas zu heftig Gas gab oder zu schnell abbremste – und das bremste mich aus. Um wenigstens in etwa abschätzen zu können, wie stark ich gerade beschleunige oder bremse, wäre eine leichte Mittelraste als Indikator schön gewesen.

Das Handbuch erwähnt mit keinem Wort den Macintosh, und die mitgelieferte CD beinhaltet jede Menge Windows-Treiber und Programmier-Software – sowie eine veraltete Version (aber immerhin) des InputSprockets. Sprich: Das P750 setzt voll auf die Kompatibiliät mit Apples Betriebssystem. Schön!

Fazit:

Kein schönes Gamepad, und auch der Preis ist recht stolz, doch dafür wartet das Saitek P750 mit einer Vielzahl von Funktionen und gut erreichbaren Knöpfen auf. Lobenswert ist das lange Kabel.

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Gamepad gelegentlich bei Amazon.de.

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Über Gero Pflüger

Wenn ich nicht am Mac oder iPhone daddele, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man mich in meinem Büro findet, wo ich als selbstständiger Gestalter in Hannover meine Brötchen mit der Beratung von Kunden und der Schaffung von Corporate Designs verdiene. In der knappen Freizeit wandere ich gerne oder sitze in meinem Kajak, und wenn es besonders gemütlich wird, dann genieße ich gerne auch einmal einen guten Single Malt.
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