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Rolando 2: Quest for the Golden Orchid

Verfasst von Nik am 13. August 2009 1 Kommentar

Es war einmal…
…in einem fernen Rolandoland. Sir Richard, der große Abenteurer, kehrt von seinen langen Reisen zurück in das Rolandokönigreich, um König Edward und den großen Weisen von seinen Erlebnissen zu berichten. Doch kurz nach dem Eintreffen im Schloss erkranken die Weisen an der mysteriösen klegorianischen Grippe, und deren einziges Heilmittel ist die seltene goldene Orchidee. Also macht sich Sir Richards Besatzung und die Königsfamilie auf den Weg zur Insel Fontanis, um nach der seltenen Blume zu suchen (und nebenbei Urlaub zu machen). Wären da nur nicht die Eingeborenen…

So weit so gut, aber was ist ein Rolando?
Das ist wohl die einfachste Computer-Spiel-Lebensform nach den LocoRoco. Einfach eine Kugel mit Gesicht und Hut. Mal größer, mal kleiner, mal mit Noppen oder mal eine, die andauernd schläft. Das Rolandoland ist recht Zweidimensional. Der Weg zum Ziel in jedem Level ist aber oft recht komplizierter und mit kleineren oder größeren Schalter-Hebel-Rätseln gespickt. Der große Freund der Rolandos ist (auch laut deren Aussage) der Finger – und zwar der des Spielers. Durch Auswählen eines oder mehrerer Rolandos und dem anschließenden Kippen der Rolandowelt rollen die kleinen Kugeln los. Ein kleines Streichen nach oben mit dem Daumen lässt die Rolandos mit einem Sprung manch ein Hindernis überwinden. Zudem kann der Finger auch mit anderen Möglichkeiten die Welt beeinflussen und Wege frei räumen. Doch die Sache ist weitaus nicht so leicht, wie diese klingt. Denn an bestimmte Levelbreiche kommen nur bestimme Rolandos ran. Zum Beispiel schweben die kleineren Rolandos oben auf einer Wasseroberfläche, während die größeren sofort sinken wie ein Stein. Durch zusätzliche böse „Kannibal-Rolandos“, die gern mal den Weg kreuzen, wird die Sache umso interessanter.

Plus+
Der Entwickler ngmoco:) baut seit einiger Zeit sein eigenes – nun, wie soll ich sagen – Trophäen-Friendlist-Netz-Comunity-System auf, genannt Plus+. Dieses ist bisher in nur zwei Spielen integriert: Rolando 2 und Stardefence. Wer also gern mit Belohnungspunkten prahlt ist auch hier gut bedient. Damit sichert der Entwickler auch ein relativ langen Spielspaß. In jedem Level kann man drei verschiedene Medaillen verdienen. Eine für die Rettung aller Rolandos, eine für das Aufsammeln aller Juwelen und eine, wenn man den Level in einer bestimmten Zeit schafft. Am Ende wird alles zusammengezählt zu einer Punktzahl. Diese kann man dann als die eigenen Highscore verwenden und andere Spieler in Plus+ herausfordern.

2/3D-Grafik
Für ein iPhone/iPod-touch-Game hat Rolando 2 eine sehr vernünftige Bunt-Mix-Comic-Grafik. Zwar ist das Spiel in 2D gehalten, doch wird durch Kameraperspektiven und eine breitere „Lauffläche“ für die Rolandos eine Art 3D-Welt suggeriert. Große Funkel-Funkel-Effekte kann man hier lang suchen, alles sieht eher nach einem Cartoon aus, was auch die Geschwindigkeit des Spiels problemlos hoch hält.

Musikbox
Der Sound ist sehr gut in das Spiel integriert. Stimmungsvolle Musik und angenehme „Sprachausgabe“ (die nur Kauderwelsch ist) der Rolandos beherrschen den Audiokanal. Die Entwickler haben das ganz clever gemacht und die Soundtracks alle in einen extra „Musiklevel“ gepackt. Der „Mr. Scruff‘s Music-Store“ ist eine Art Gehege, in dem man jede im Spiel vorhandene Musik abspielen und durch Verbindung zum iTunes-Store auch kaufen kann. Mich würde es nicht wundern wenn ngmoco:) dadurch kostengünstige Lizenzen für das Spiel gesichert hat.

Schwanksteuerung
Das komplette Spiel wird bestens über die Bewegungssensorik des iPhones/iPod-touchs gesteuert. Die Rolandos rollen in die Richtung vor sich hin, in der das Gerät auch neigt. Der Finger wird hauptsächlich unter anderem dabei für das Auswählen der Rolandos und der Sprunghilfe genutzt. Der Daumen reicht meistens aus. Diese Steuerung muss aber erst ein wenig antrainiert werden, sonst geraten alle Rolandos entweder dahin, wohin sie nicht sollen, oder man springt und springt, doch weil man andauernd den falschen Anlauf hat, rutscht man nur runter.

Fazit
Ganz klar, Rolando 2 ist eins der App-Store Schmuckstücke. Für aktuell 7,99 € wäre aber eine Lite-Version zum überzeugen sehr hilfreich. Das Spiel hat man leider auch nach einer oder zwei Wochen durch. Doch die Herausforderung, alle Medaillen in einem Level zu sammeln, erhöht die Spieldauer schon ein ganz gutes Stück. Ich hoffe, dass ngmoco:) es wie bei Rolando 1 macht und Bonuslevel nach und nach durch Updates nachrüstet. Für zwischendurch und Trophäen-Jäger ist Rolando 2 wirklich ein Hingucker und zeigt eindrucksvoll, was das iPhone bzw. der iPod touch doch als inoffizielle Spielkonsole drauf haben.

Kurzbewertung 9 von 10

ROLANDO 2: Suche nach der goldenen Orchidee (AppStore Link) ROLANDO 2: Suche nach der goldenen Orchidee
Hersteller: ngmoco, LLC
Freigabe: 4+3.5
Preis: 0.79 € Download *

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Über Nikolai Seel

Nik lebt den großen Cyber-Traum. Angefangen als kleiner, aufstrebender Gastautor – aufgestiegen zum Autor von macinplay. Wenn das keine Erfolgsstory ist. Als begeisterter Gamer hat er schon ganz früh bei den (memorycardfreien) Test-Playstation-Stationen in Elektronikläden angefangen. So kann er noch heute den ersten Level von Tomb Raider III fehlerfrei mit verbundenen Augen, balancierend auf einer Dose und mit Aufzählung von Primzahlen durchspielen. Später gab es die ersten Berührungen mit einem heimischen PC und ersten Spieleabstürzen. So kam und ging im Jahrestakt ein PC nach dem anderen zum großen Gates-Nirvana. Bis eines Tages die nächste Stufe erreicht wurde: ein MacBook. Dabei sind leider die Games am PC/Mac stark in den Hintergrund gefallen (wegen fehlen einer einigermaßen guten Grafikkarte). So konzentrierte sich der inzwischen „erwachsene“ Nik auf das iPhone und dessen Neuland der Games. Heute hat er mehr iPhone-Games als das Gerät anzeigen kann. Und da er gern über das ein oder andere Game meckert oder in Euphorie ausbricht, sollen es gleich alle erfahren.
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