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Freedom Force

Verfasst von macinplay am 28. März 2010 1 Kommentar

Spiderman, Superman, Batman und wie sie alle heißen. Diese Charaktere haben unsere Kindheit geprägt, unseren Charakter verändert und zu unserem Weltbild beigetragen. Beim Lesen der Comics und Bücher und beim Ansehen der Filme dieser Superhelden, fragte man sich immer wieder, wie es wohl wäre, selbst in der Haut eines der Weltenretter zu stecken. Dieser Wunsch wird wohl für immer unbeantwortet bleiben, jedoch können wir uns unserem Traum wenigstens etwas annähern. In Freedom Force steuert ihr bis zu vier Superhelden gleichzeitig, die die Welt vom Bösen befreien müssen.

Im Vorfeld ein paar Worte zur Geschichte:

Ein mächtiges Alien namens Lord Dominion hat fast das gesamte Universum erobert. Schritt für Schritt brachte er einzelne Planeten unter seine herrschende Hand und nun gibt es nur noch einen Planeten, der nicht unter seiner Macht steht – die Erde. Lord Dominion aber denkt sehr wirtschaftlich, denn bevor er ohne nachzudenken auf den Planeten zustürmt, schaut er sich einige Forschungsergebnisse über den selben an. Diese enthalten eine interessante Tatsache: Die Erde wird sich über kurz oder lang selbst zerstören. Dem Herrscher des fast vollständigen Universums ist das aber zu wenig. Er versendet einige Ladungen an Energie X zur Erde, welche den bisher doch eher durchschnittlichen Gaunern den Weg zu wirklichen Unruhen ebnen soll. Energie X gibt diesen Gaunern Superkräfte, sodass es die Welt jetzt mit Supergaunern zu tun hat.

Ein einziger Außerirdischer ist auf diesen Umstand aufmerksam geworden und er versucht die Erde vor ihrem Untergang zu bewaren. Der sich Mentor nennende Superheld stiehlt einige Kanister mit Energie X und bringt diese zur Erde. Unter zu Hilfenahme selbiger verleiht er einigen ausgewählten Menschen ebenfalls Superkräfte – die Freedom Force ist entstanden. Als Einsatzgruppe gegen das Böse ziehen die maskierten Helden in den Kampf.

Doch bevor hier irgendwer kämpft, müssen wir erst einmal wissen, wie man das macht. Hierzu hat sich Crave Entertainment, der ursprüngliche Entwickler, ein Tutorial ausgedacht. Dieses führt den zu Anfang noch unwissenden und unbefähigten Spieler in das Geschehen ein, indem es ihn auf die erste kleine Verbrecherjagd schickt.

Im Laufe dieser Einführung wird man aber nicht nur mit der Story bekanntgemacht, sondern vor allem mit der Oberfläche und deren Bedienung. Freedom Force brilliert hier fast durchweg. Das Spiel an sich ähnelt Baldur’s Gate, es wird also aus einer Vogel-ähnlichen-Perspektive gesteuert, die nebenher bemerkt frei schwenkbar und zoombar ist. Auch sonst hat es besonders in der Steuerung viele Ähnlichkeiten zu dem bekannten Rollenspiel.

Durch das Auswählen eines bestimmte Helden lassen sich die individuellen Fähigkeiten des selben benutzen. Hier gibt es viele, doch um euch das Spiel etwas näher zu bringen, möchte ich zwei im Detail vorstellen.

Minuteman:
Von Anfang an werdet ihr mit Minuteman unterwegs sein. Bei diesem wurden vor allem die körperlichen Fähigkeiten verstärkt, sodass er mit Autos oder Telefonzellen herumwerfen kann. Außerdem beendet er einen Hand-zu-Hand-Kampf mit einem Gegner fast immer siegreich.

Zu den Spzialfähigkeiten zählt zum Beispiel die Minute-Missile. Diese ist, wie der Name schon sagt, eine Rakete, die er auf Gegner abschießen kann.

Neben der Minute-Missile kann Minuteman noch den Strike for Freedom ausführen. Dieser ist ein unheimlich starker Schlag mit einem Stab, welcher auch mehrere Gegner auf einmal treffen kann. Minuteman zeigt also vor allem in Zweikämpfen seine Stärken.

Auf Entfernung sind da andere besser geeignet, zum Beispiel

El Diablo:
Der chamuröse Frauenheld weiß seinen Mitmenschen Feuer unterm Hinter zu machen – und zwar sprichwörtlich. Vor allem mit seiner Langstreckenattacke, einem Feuerstoß, und der Fähigkeit zu fliegen sticht er aus dem Team heraus.

Die verschiedenen Superhelden haben also sowohl individuelle, erweiterbare Fähigkeiten, wie auch individuelle Eigenschaften, die sich nur mit großer Mühe und großem Aufwand verbessern lassen. Man-Bot, ein Metall-Koloss, ist zum Beispiel gegen die meisten magischen Angriffe resistent. Andere Helden weisen fast keine Resistenzen auf, dafür sind manche sehr schnell, regenerieren sich oder haben andere außergewöhnliche Fähigkeiten.

Die große Vielfalt bei den Spezialitäten der verschiedenen Superhelden ist zwar beeindruckend, jedoch hat diese Komplexität auch eine Kehrseite. Schließlich muss der Umgang mit den neuen Fähigkeiten erst einmal erlernt werden. Es dauert oft recht lange, bis man aus dem Gedächtnis weiß, wie welche Fähigkeit heißt und was diese bewirkt.

Die Story
Die oben bereits erwähnte Story ist ein wichtiger Teil des Spiels. Ohne sie hätte schließlich keine der Aktionen einen Sinn. Leider sollte erwähnt sein, dass es einfach Stellen gibt, die wirklich langweilig sind. So gibt es ein oder zwei Level, in denen sich die Umgebung kaum verändert, dafür wird von Abschnitt zu Abschnitt die Anzahl oder der Schwierigkeitsgrad der Gegner angehoben. Insgesamt wäre etwas mehr Kreativität seitens der Entwickler stellenweise sehr wünschenswert gewesen. In den meistens trotzdem schönen Umgebungen ist der Schwierigkeitsgrad größtenteils zwar ausgeglichen, doch manche Stellen sind dann doch einfach zu schwer. Vor allem wenn man sich noch nicht so gut mit der allgemeinen Bedienung, den Prestige-Punkten und den neuen Angriffen auskennt, kann das Spiel unüberschaubar und sehr schwierig werden. Es ist allen Spielern von Freedom Force daher ans Herz gelegt, manche Missionen zweimal zu spielen, um wirklich mit dem Spiel mitzukommen. Das ist zwar eigentlich nicht Sinn der Sache, im Endeffekt ist es aber doch sehr sinnvoll.

Unter der Haube
Auch unter der Haube ist Freedom Force sehr ansehnlich. Die Grafik ist sehr schön, denn die Texturen der Gebäude und der Charaktere sind detailliert und für fast jede Spezialfähigkeit gibt es eine einzelne Animation. Ebenfalls animiert sind die meisten Umgebungen, sodass den Welten, die der Spieler befreien muss, wirklich Leben eingehaucht wird.

Zum Sound gibt es nicht viel zu sagen. Die Hintergrundmusik ist nicht sonderlich beeindruckend, deutlich besser stehen die Sprecher für die verschiedenen Charaktere da. EA hat hier wirklich Geld locker gemacht, und mehr als zwei Dutzend Stimmen in das Spiel eingebracht.

Nun sollte noch die Erweiterbarkeit des Spiels an sich festgestellt werden. Durch Plug-Ins gibt es im Internet weitere Modelle, natürlich finden sich hier fast alle “wirklichen” Superhelden, was viel Spaß bereiten kann.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die Systemanforderungen eingehen. In der letzten Zeit wurden nicht wenig Spiele veröffentlicht, die so manchen Mac an seine Grenzen trieben. Freedom Force bildet hier glücklicherweise eine Ausnahme. Auf meinem mittlerweile nicht mehr ganz neuen TFT-iMac mit 700 Mhz läuft Freedom Force in fast jeder Situation vollkommen flüssig. Nur in wirklich riesigen Gefechten kam das Spiel manchmal ins Stottern.

Fazit:

Lasse ich Freedom Force vor meinem geistigen Auge Revue passieren, so fällt mir vor allem die große Vielfalt des Spiels auf. Nicht nur die unterschiedlichen Charaktere, sondern auch die lange, spannende Handlung und die vielen verschiedenen Welten machen Freedom Force zu einer einzigartigen Kreation.

Dass sich die Handlung stellenweise etwas in die Länge zieht und manche Situationen zu schwierig ausgelegt sind, schwächt den sonst positiven Gesamteindruck nur wenig ab. Wer Superhelden mag und von Rollenspielen mit hohem Action-Gehalt nicht all zu wenig hält, dem sei hier nur zugeraten.

Ingmar Wenz

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Spiel im macinplay-Shop.

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