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Gehirntraining mit Dr. Kawashima

Verfasst von David Sondermann am 30. September 2009 Kommentieren

Gehirntraining mit Dr. KawashimaDer Name Dr. Kawashima dürfte den meisten Menschen einigermaßen bekannt sein. Nintendo hat eine sehr erfolgreiche Spielereihe für seine Konsolen rausgebracht, die in Zusammenarbeit mit dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Ryūta Kawashima entwickelt worden sind. Dabei geht es darum, mit Hilfe von bestimmten Denksportaufgaben sein Gehirn zu einer besseren Leistung zu trainieren.

Jetzt ist auch ein solches Lernspiel für den Macintosh und für Windows-Rechner erschienen, an dem Dr. Kawashima mitentwickelt hat. Dabei handelt es sich leider nicht um eine Hybridversion. Mac- und Windows-Varianten werden getrennt vertrieben. Die Mac-Version ist im macinplay-Shop für derzeit knapp 30 Euro zu haben.

Dr. Kawashima höchstselbst und sein „kleiner robotischer Assistent Robo“ führen erklärend durch das Spiel. So erläutert der Doktor vor jeder Übung, was genau zu tun ist. Darüber hinaus erhalten wir von ihm interessante Informationen über die neurologischen Hintergründe der Denksportaufgaben. Es wird z.B. erklärt, welche Regionen des Gehirns für bestimmte Aktivitäten verantwortlich sind.

Zum Training stehen folgende Kategorien bereit: Logik, Gedächtnis, Rechnen und Sehen. Pro Kategorie gibt es verschiedene Übungen, die es durchzustehen gilt. So muss man sich zum Beispiel den Weg nach hause merken, der einen an den Pyramiden, dem Eiffelturm oder auch der Oper von Sydney vorbeiführt. Es gilt herauszufinden, welches Obst auf den Waagen das schwerste ist, oder auch aus einer Vielzahl aus Objekten die passende Farbkombinationen zu entdecken. Die Rätsel wären allemal lösbar, wenn nicht das sehr begrenzte Zeitlimit bestünde. So kommt man tatsächlich leicht ins geistige Schwitzen.

Gehirntraining mit Dr. KawashimaGehirntraining mit Dr. KawashimaGehirntraining mit Dr. KawashimaGehirntraining mit Dr. Kawashima

Insgesamt stehen 30 Übungen zur Verfügung, mit denen man seine geistige Leistungsfähigkeit verbessern kann. Die Hirnfitness wird in einem täglichen Test überprüft. Der Kalender dient als unerbitterlicher Notizzettel, der auf ewig festhält, wann man fleissig war und wann man den Test geschwänzt hat. Ebenso werden dort die persönlichen Rekorde festgehalten. Diverse Diagramme stellen darüber hinaus das eigene Denkvermögen dar.

Durch die Option, verschiedene Profile anlegen zu können, ist es mehreren Spielern möglich, am selben Rechner das Gehirn zu trainieren. Dies geschieht entweder solo oder in der sogenannten „Hot-Seat-Partie“, bei der bis zu vier Spieler reihum die obligatorischen vier Übungseinheiten aus jeder Kategorie durchspielen. Im Gegensatz dazu können Spieler in einer Onlinepartie gegen Spieler aus der ganzen Welt antreten, um ein Training gleichzeitig zu absolvieren. In beiden Fällen gewinnt natürlich derjenige Spieler mit den meisten Punkten.

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Wem die Hirnzermarterei zu sehr zusetzt, der kann sich im Spiel auch bei einer Partie Sudoku entspannen. Alternativ läßt man bei Brainstorm gleichfarbige Kugeln durch Mausklick platzen, um so den Bildschirm freizuräumen. Hier gibt es keine Zeitbegrenzung.

So spielt sich das Ganze

Also erst einmal lässt sich die immer gleiche dudelnde Hintergrundmusik glücklicherweise abstellen. Im anderen Fall würde man auch nicht seine geistigen Fähigkeiten, sondern seine Aggressionen trainieren. Was die Grafik angeht, so ist diese funktional gehalten, die einzelnen Symbole sind gut zu erkennen. Alles ist schnörkellos, was bei diesem Spielegenre sehr wichtig ist, um nicht unnötig verwirrt zu werden. Daher kann ich die Systemvoraussetzungen von einem G5-Rechner und einer 128 MB-Grafikkarte nicht ganz nachvollziehen. Das hätte man bestimmt effizienter programmieren können. Immerhin sitzen wir hier nicht vor einem actiongeladenen Shooter. Nur zum Vergleich: Doom 3 kommt mit einem G4 und 64 MB Video RAM aus! Das hat zwar schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber die Grafikengine ist um einiges komplizierter.

Das Spiel selbst macht aber trotz der oben genannten Kritikpunkte Spaß. Man hofft immer wieder aufs Neue, dass die eigene Intelligenz seit dem letzten Training gestiegen ist. In meinem Fall stirbt die Hoffnung wohl zuletzt. Entweder bin ich langsam zu alt, oder das Baby daheim benötigt meine ganze Konzentration. Jedenfalls haben sich meine Fähigkeiten während der Testphase nicht gesteigert. Allerdings konnte ich auch nicht jeden Tag üben. Deshalb ist die Effizienz der Leisterungssteigerung meiner grauen Zellen nicht objektiv zu überprüfen. Dennoch gestalten sich die Übungen abwechslungsreich und motivieren immer wieder aufs Neue, einen neuen Hirn-Highscore zu erreichen. Wer wird der größte Schlauberger?

Einfach mal anspielen. Eine Online-Demo gibt es hier. 30 Übungen sind im Browser verfügbar.

Gehirntraining mit Dr. Kawashima gibt es natürlich auch im macinplay-Shop für zur Zeit rund EUR 30 zu erwerben.

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Systemanforderungen

Mindestvoraussetzung:
Mac OS X 10.3.9, G5 oder Intel Prozessor mit 1,4 GHz, 512 MB RAM, freier Festplattenspeicher 1 GB, Grafikkarte 128 MB, Internetverbindung für Online-Modus

Testsystem
MacBook Pro, Intel Core Duo 2 GHz, Mac OS X 10.5.8, 2 GB RAM,  ATI Radeon X1600 mit 128 MB

Die Online-Spielmöglichkeit wird bis 31.12.2011 garantiert.

Jugendschutz
USK: freigegeben ohne Altersbeschränkung
PEGI: 3+ / PEGI ONLINE

Das Testexemplar wurde uns freundlicherweise von Application Systems Heidelberg zur Verfügung gestellt.

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Über David Sondermann

Wenn ich nicht wieder von seligen Amiga-Zeiten träume, dann spiele ich in der Regel auf meinem iPhone, iPad oder MacBook Pro. Am liebsten sind mir die klassischen Adventures. Ein Hoch auf Guybrush Threepwood! Außerdem liegen mir meine Familie und der Umweltschutz - besonders eine nachhaltige IT - sehr am Herzen.
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