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Star Wars: Episode 1 – Racer

Verfasst von Gero Pflüger am 4. April 2010 Kommentieren

Anakin Skywalker tritt mit seinem Pod Racer zu wilden Rennen in fernen Welten an. Einerseits muss er sein mit bis zu 950 km/h über den Boden fliegendes Vehikel unter Kontrolle halten, andererseits darf er seine Konkurrenten nicht aus den Augen verlieren. Strenge Regeln muss er aber nicht beachten, wer zuerst im Ziel ist hat gewonnen. Auf der Geschichte des Films “Star Wars 1: Die dunkle Bedrohung” basiert nur die erste Rennstrecke, auf der Anakin mit seinem Pod Racer über den Wüstensand des Planeten Tatooine fegt.

Ich starte das Spiel und werde sogleich von den ersten Sequenzen beeindruckt. Der Monitor blendet auf schwarz und es folgt ein kurzes LucasArts-Intro, das sich auch vor einem Kinofilm sehen lassen könnte. Eine weitere Sequenz geleitet mich zum Planeten Tatooine, wo bereits viele Konkurrenten auf den Start warten.

Nach kurzer Überprüfung der Spieleinstellungen begebe ich mich schließlich auf die Strecke. Die Zwillingssonne brennen heiß auf den Sand von Tatooine. Der Countdown läuft… drei…zwei… eins… Los! Meine Maustaste sollte eigentlich der Schubregler sein, doch trotz eines entschlossenen Klicks bleibe ich unverrichteter Dinge am Start stehen. Bei genauerer Betrachtung der Maus-Einstellungen fällt mir auf, das Star Wars Racer meine Logitech Pilot Wheel Maus nur als Ein-Tasten-Maus erkennt und sich letztlich keine Taste nutzen läßt. Dieses Problem tritt sowohl bei der Verwendung des Standard-Maustreibers als auch bei der Verwendung von USB Overdrive auf. Auch das Guillomet Racing Wheel funktioniert mit Star Wars Racer nicht, und vom Saitek Cyborg 3D-Joystick wird ähnliches berichtet. Immerhin kann ich meine Maus noch zum Lenken benutzen, für alles andere muß meine Tastatur herhalten. Dämlicher Weise funktioniert das gleiche Spiel mit der gleichen Standardinstallation auf einem anderen Rechner mit einer anderen Logitech Pilot Wheel Mouse ganz normal mit Mausklick als Schub. Seltsam.Nach einem erneuten Anlauf gelingt mir ein erfolgreicherer Start und ich rase über den Wüstensand von dannen.

Nach den ersten Runden habe ich meinen Podracer unter Kontrolle und der Spielspaß steigt stetig. Effektreiche und immer anspruchsvollere Strecken lerne ich kennen, wenn ich am Ende eines Rennens auf einem der ersten vier Plätze lande.

Neben den oben beschriebenen Problemen mit Maus und Racing Wheel hat die Steuerung des Racers ein paar Besonderheiten, die ich kurz erwähnen möchte. Außer Schub geben, bremsen und rechts / links kann er auch hoch und runter gezogen sowie der Nachbrenner gezündet werden. Mit diesem Wissen aus dem Handbuch konnte ich mich endlich erfolgreich im Wettkampf behaupten. Falls du jetzt das Handbuch suchst: Es befindet sich als pdf-Datei auf der CD im Ordner “Handbuch”, wahlweise in Deutsch und Englisch.

Die Bedienung der Menüs ist etwas unschön: Mal muss der Spieler Pfeiltasten nach oben/unten nutzen, mal rechts/links. Außerdem sind die Menü-Texte von katastrophaler Pixeligkeit, so dass sie teilweise kaum lesbar sind. Verzichtet wurde leider auf eine direkte Einbindung des InputSprocket mit seiner übersichtlichen Funktionalität. Statt dessen muss Maus bzw. Joystick – sofern sie korrekt erkannt werden – über ein seltsam altmodisches anmutendes Menü belegt werden.

Wer die Musik im Spiel nicht hören will, etwa um Performance zu gewinnen, muss auch gleichzeitig auf die Stimmen in den Videosequenzen verzichten, da Musik im Spiel und Video-Tonspur offenbar den selben Kanal nutzen – schade, das hätte nicht sein müssen. Die Videos in gewohnter LucasArts-Qualität lassen sich übrigens per Tastendruck unterbrechen.

Ein Rennen besteht aus drei Runden. Je nach Streckenlänge variiert die Zeit von ca. drei bis acht Minuten. Dazwischen benötigt der passionierte Pilot Raum für ein technisches Update oder einen Wechsel seines Pod Racers.

Während der Tests gab es keinerlei Stabilitätsprobleme. Nur die etwas unklare Lage in der Unterstützung von Eingabegeräten lässt an einer sauberen Programmierung zweifeln. Trotz guter Grafikleistungen halten sich die Systemanforderungen in Grenzen. Ein iMac schafft gute Voraussetzungen.

Fazit:

Man muss kein Star Wars-Freak sein, um sich von diesem Spiel beindrucken zu lassen. Es bietet Spannung, Abwechslung und macht einfach Spaß… wenn da nur nicht die Probleme mit Maus, Joystick und Lenkrad wären.

Béla Bölke

Verfügbarkeit

Das Spiel ist bereits vergriffen.

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Über Gero Pflüger

Wenn ich nicht am Mac oder iPhone daddele, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man mich in meinem Büro findet, wo ich als selbstständiger Gestalter in Hannover meine Brötchen mit der Beratung von Kunden und der Schaffung von Corporate Designs verdiene. In der knappen Freizeit wandere ich gerne oder sitze in meinem Kajak, und wenn es besonders gemütlich wird, dann genieße ich gerne auch einmal einen guten Single Malt.
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