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Think Tanks

Verfasst von Gastautor am 7. April 2010 Kommentieren

Think Tanks ist eine Mischung aus einer derben Panzerschlacht und völlig verrückten Autoscootern. Die einfache Bedienung, die ansprechende Grafik, eine offensichtlich fanatische Online-Gemeinde und eine geniale Spielidee sind hier die Erfolgsfaktoren für ein Game mit Suchtgefahren.

Think Tanks schließt die Lücke zwischen einem guten Retro-Game “in the spirit of the original Atari 2600 Combat game” und den populären Ego-Shootern.

Du hast die Auswahl zwischen drei verschiedenen Panzertypen. Die leichte Blechkiste ist schnell und wendig, die Waffen aber weniger wirkungsvoll, entsprechend ist das schwere Geschütz auf Ketten von hoher Durchschlagskraft, dafür aber eben lahm. Der Reiz des Spiels liegt eindeutig im Mehrspieler-Modus online im Team oder alleine gegen “lebendige” Gegner. Offline als Einzelspieler muss man sich mit Computer-kontrollierten Panzern auseinandersetzen.

Übermütig von den guten Erfolgen bei den Trainingsschüssen habe ich zunächst viele Niederlagen einstecken müssen. Die Computer-gesteuerten Mitstreiter sind keineswegs dumm und demnach keine leichten Ziele. Beweglich, schnell und aggressiv suchen sie ebenso ihr Ziel. Kaum verharrte ich einmal bewegungslos im Gelände, da schepperte schon das Blech. Die nächsten Treffer ließen nicht lange auf sich warten, der Motor qualmte, und die Flucht war fast unmöglich. Hinter dem nächsten Hang stand dann auch schon der nächste Gegner, der mich endgültig platt machte.

So simpel die Bedienung auch ist, es bedarf doch ein wenig Übung, aus rasender Fahrt sein Ziel zu treffen. Im Nahkampf sind die schnell beweglichen Gegner beinahe ebenso schwer zu treffen wie aus weiter Ferne. Obendrein springt der kleine Panzer zuweilen über das Gelände wie ein Flummi. Begünstigt wird diese unerwartete Beweglichkeit durch Aktionsplattformen, die den Panzer kurzfristig beschleunigen oder gar schweben lassen. Zum Glück ist man dadurch ebenso unberechbar wie seine Gegner.

Online war mir schnell klar, dass es auch potenzielle Opfer gibt – ich war zum Beispiel eins. Für meinen Geschmack zu schnell.

Die Szenerie ist grafisch gut umgesetzt, die Bewegungsabläufe sehr flüssig. Das gesamte Spiel basiert auf der Torque-Engine von GarageGames, die wiederum die Tribes-2-Engine ist; die Entwickler haben alles bewusst im comicartigen Stil gehalten. Die akustische Begleitung der Geschehnisse ist leider etwas eintönig. Hervorzuheben ist ansonsten noch, dass das Spiel auch für die Betriebssysteme Windows und Linux verfügbar ist.

Fazit:

Meines Erachtens ist der Spaßfaktor bei diesem Spiel stark von der Spielstärke der Gegner abhängig. Ich kann mir gut vorstellen, dass Think Tanks auf einer LAN-Party viel Freude, vor allem Schadenfreude, provoziert. Mir persönlich war es zuweilen zu hektisch und phasenweise frustrierend – ich mag schließlich auch mal gewinnen.

Ulf Hauf

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Produkt bei GarageGames.

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