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World Of Goo

Verfasst von Nik am 14. Oktober 2009 2 Kommentare

World of Goo

Die World Of Goo Corporation …

… öffnet seine Tore und lässt das neuste Produkt auf die Welt los: die neugierigen Goo-Bälle. Um was genau es sich bei diesem Produkt handelt, hüllt sich die World Of Goo Corp. in Schweigen. Doch eines ist klar – diese Goos sind flexibel einsetzbar und dürfen auf keinem Mac fehlen. Jetzt wo diese frei verfügbar sind, rollen und toben sich die Goos aus. Sogar in dem Testbericht über das Puzzle-Spiel “World Of Goo” haben sich zahlreiche Goos eingeschlichen …

Aufheben – Zufügen – Plopp!

Das Puzzle-Prinzip von “World Of Goo” ist simpel. Man verbindet die umherrollenden Goo-Bälle einfach zu einem netzartigen Gerüst. Dafür schnappt man sich einen der erdölartigen Tropfen und führt diesen zu dem bereits stehenden Goo-Bau. Dabei verbindet sich der Goo-Ball durch “Gummiarme” mit der Struktur und wird ein Teil davon. Dieses Gebilde muss auf diese Weise immer weiter ausgebaut werden, so das es an das Ausgangsrohr des Levels dran kommen kann. Nur dann können die noch nicht verbauten Goos diesen Ausgang erreichen und die Reise fortsetzen.

Intuitives Puzzlen

Es wäre aber viel zu langweilig, wenn das so einfach wäre wie das klingt. Das Spiel hat eine ausgeprägte Statik- und Schwerkraftphysik. Wenn man beispielsweise versucht, einfach einen möglichst hohen Turm aus den Goos zu bauen, merkt man schnell, dass dieser zu schwanken beginnt. Dabei helfen die umherkletternden Goos mit Ihrem Gewicht nicht wirklich. Passt man die Balance nicht rechtzeitig an, kippt der Turm um oder bricht an einer schwachen Stelle einfach ab. Beim Bau muss man hauptsächlich auf die eigene Intuition vertrauen. Doch keine Sorge, das Gefühl für die richtige Bautaktik bekommt man schnell raus. Die Herausforderung liegt dabei in den Leveln selbst. Diese verlangen nämlich oft ein Umdenken. Entweder baut man hoch, schräg oder über eine Schlucht. Manchmal muss man auch nicht wirklich einen Turm bauen, sondern eher einen Seil bilden und sich durch den Wind treiben lassen oder die Goos aus einer drehenden Trommel befreien.

Goo ist nicht gleich Goo

In den Kapiteln des großen Goo-Abenteuers trifft man auf so manche Verwandte. Mit den kleinen dunkelgrauen Bällen muss man sich nicht immer abgeben. Manche Level verlangen eine Kombination aus verschiedenen Eigenschaften anderer Goo-Rassen. Zur Auswahl stehen unter anderem die Luftballon-, die Endivien- oder die Streichholz-Goos. Hier ein Beispiel zu dem Letzteren: Zwar ist der Streichholz(Goo)bau leichter, doch ein wenig Feuer reicht aus um alles durch eine Kettenreaktion zu vernichten. So versucht man um die kleine Flamme herum zu bauen, die direkt auf dem Weg zum Ziel vor sich her flackert.

Der große Goo-World-Contest

Eigentlich wird in jedem Level eine Anzahl an Goo-Bällen vorgegeben, die das Ziel erreichen müssen, ohne im Gebilde verbaut zu werden. Doch wenn man besonders sparsam mit den Goos umgegangen ist, kommen dann eben mehr zu der Ausgangsröhre. Diese überschüssigen Goo-Bälle kommen auf den direkten Weg zum “World Of Goo Corp.-Firmengelände”. Hier kann man sich austoben und nach Lust und Laune mit den Extra-Goos spielen. Nur hier sind diese flexibel und aus dem Konstrukt beliebig entfernbar. Doch das eigentliche Extra ist der große “World Of Goo”-Wettbewerb, in dem es um den höchsten Turm der Welt geht. Aber Vorsicht, wer hoch hinaus will, wird tief fallen. Und damit auch der (wortwörtliche) Highscore.

Obessive Completion Distinction

Wer das Spiel durchgespielt hat oder eine ganz besondere Herausforderung sucht, kann sich an den OCDs versuchen. Dabei handelt es sich um Vorgaben in jedem Level, wie dieser abgeschlossen werden darf. Zum Beispiel muss der Spieler eine besonders hohe Anzahl an Goo-Bällen durchkommen lassen oder den Level mit möglichst wenigen Zügen abschließen. Jeder Level bietet dabei eine eigene Aufgabe. Wenn man diese löst, kann man getrost darauf vertrauen, dass man ein perfektes Ergebnis erzielt hat. Diese sind aber wirklich – sehr – knifflig und können einen ehrgeizigen Spieler sehr lang beschäftigen.

Fazit

Besonders für die kleinen Kaffeepause ist das Spiel nahezu perfekt. Es ist erstaunlich, dass es sich bei den Entwicklern um nur zwei Typen handelt. Der eine war für die Kreativität zuständig, der andere für die Programmierung. Dabei ist jeder Part toll umgesetzt worden. Das Spiel strahlt mit einzigartigen und kreativen Leveln. Ein passender Soundtrack unterstreicht diese noch zusätzlich. Zu dem ist die Programmierung der Physik einsame Spitze. Die Jungs von 2D BOY haben ganze Arbeit geleistet.

World of Goo (AppStore Link) World of Goo
Hersteller: 2D BOY
Freigabe: 4+4.5
Preis: 7.99 € Download *

World Of Goo

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Über Nikolai Seel

Nik lebt den großen Cyber-Traum. Angefangen als kleiner, aufstrebender Gastautor – aufgestiegen zum Autor von macinplay. Wenn das keine Erfolgsstory ist. Als begeisterter Gamer hat er schon ganz früh bei den (memorycardfreien) Test-Playstation-Stationen in Elektronikläden angefangen. So kann er noch heute den ersten Level von Tomb Raider III fehlerfrei mit verbundenen Augen, balancierend auf einer Dose und mit Aufzählung von Primzahlen durchspielen. Später gab es die ersten Berührungen mit einem heimischen PC und ersten Spieleabstürzen. So kam und ging im Jahrestakt ein PC nach dem anderen zum großen Gates-Nirvana. Bis eines Tages die nächste Stufe erreicht wurde: ein MacBook. Dabei sind leider die Games am PC/Mac stark in den Hintergrund gefallen (wegen fehlen einer einigermaßen guten Grafikkarte). So konzentrierte sich der inzwischen „erwachsene“ Nik auf das iPhone und dessen Neuland der Games. Heute hat er mehr iPhone-Games als das Gerät anzeigen kann. Und da er gern über das ein oder andere Game meckert oder in Euphorie ausbricht, sollen es gleich alle erfahren.
Nikolai im Web: @zedyo Facebook

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