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Während in Azeroth erst kürzlich das Sonnwendfest stattfand und alle Spieler mehr Zeit auf Linienflügen als sonstwo verbracht haben, um in allen erdenklichen Gebieten die Sonnwendfeuer der eigenen Fraktion zu huldigen und die der feindlichen Fraktion zu löschen, habe ich still schweigend in meinem Kämmerlein gesessen, um mich von den Kinderwochen zu erholen.

Und nun, da ich dies -nennen wir es “einzigartige” – Erlebnis, überlebt und gedanklich immer wieder durchlebt habe, möchte ich euch nicht vorenthalten, was sich an den Tagen der Kinderwoche zugetragen hat.

Zur Vorgeschichte

Immer wenn meiner Hexe langweilig ist, fängt sie an, irgendwelchen Erfolgen nachzujagen. Nun ergab sich nach dem erfolgreichen Absolvieren der Winterhauch-Erfolge folgendes Szenario:
Was für eine lange, seltsame Reise” der Überdrüber-Erfolg, zusammengesetzt aus acht Meta-Erfolgen, für die jeweils wieder mehrere leichte, als auch schwere Erfolge zu erledigen sind.
Alles erledigt – bis auf die Kinderwochen. “Aah, mach’ ich locker dieses Jahr fertig” denk ich mir erst. Dann seh’ ich mir die Kinderwochen-Erfolge genauer an. Ha, nur ein Erfolg fehlt, das is ja gleich erledigt. Doch dann starre ich auf den fehlenden Erfolg:  ” Eine harte Schule” – PvP-Erfolg. “

erfolg_unerledigt

Autsch” – war mein einziger Gedanke.

 

Montag

Voller Tatendrang und Optimismus öffne ich das PvP (Spieler gegen Spieler)-Interface und melde mich für‘s Arathibecken und das Alteractal an.
Arathibecken. Tja, was soll ich euch da erzählen. Da bin ich schon so oft gestorben, dass der Friedhof meine persönliche, uneinnehmbare Base sein sollte.

Hab‘ mich auch recht aufgehübscht, mit meinem selbst hergestellten PvP-Equip, damit ich mich nicht schon vor dem Startschuss als Noob oute.
Meine dezent verstaubte „Insignie der Allianz“ – DIE Errungenschaft aus Scherbenwelt-Zeiten hab ich auch nochmal mit dem Hemdsärmel abgewischt und eingesteckt. Man kann ja nie wissen, wozu das Teil gut is.

Der Counter zählt runter und mein Teufelsross rennt wie ein Lemming gegen das Tor.
5-4-3-2-1-Los!
Alle stürmen zu den Ställen und zum Sägewerk.
Nur ich lauf‘ zur Mine. Und noch zwei weitere. Einer knapp vor mir, einer knapp hinter mir.
Aber mein Ross, hat Feuer unterm A****, ich bin schneller! (Einbildung ist ja bekanntlich auch eine Art von Bildung).
Mit einem virtuellen und vor allem imaginären Hechtsprung, der einen kugelabfangenden Leibwächter vor Neid erblassen lassen würde, springe ich vom trabenden Pferd in Richtung Flagge.
Ich wurschtle an der Fahne herum und das Waisenkind sieht gelangweilt zu.
Erster Teilerfolg geschafft. Beim ersten Anlauf im ersten BG. Ich bin ja sowas von IMBA.

Anständigerweise bleibe ich noch bis zum Ende und versuche mein Bestes. Aber dann gleich weiter zu den nächsten Prüfungen.

Geisterheiler

Geisterheiler | by AleksXWoW | CC-BY-SA

Auge des Sturms – auch hier sind der Geisterheiler und ich schon dicke Freunde.

Da die Taktik vom Arathibecken grad so super funktioniert hat, werd‘ ich sie hier auch gleich nochmal anwenden. Einfach auf Teufel-komm-raus loslaufen, Flagge schnappen, zum Turm rennen. Fertig. Kinderspiel!

Haha, denkste. Bei der Flagge entsteht ein Gemezel wie zur Oktoberfesteröffnung.
Gut 15 Spieler, mindestens die Hälfte in Begleitung ihrer Waisenkinder. Na das kann ja heiter werden.
Und nach etlichen Toden und etlichen Flaggenerhaschungsversuchen und nach etlichem Verfluchen derer, die die Flagge 2 Sekunden vor mir hatten, (ohne Waisenkind versteht sich) hab ich sie dann doch noch in die Hände gekriegt.
Und ich laufe um mein Leben und um den Sieg. Im Hintergrund höre ich ein leises “Lauf Forrest, lauf!” und bete, dass kein Schurke auf dem Weg zwischen mir und meinem (Teil-)Erfolg steht.
Und mit siegessicher erhobenen Armen und erleichterter Mine, wie ein heroischer Marathonläufer, laufe ich mit einem inneren “YEEEAAAH” über die Plattform bei den Draeneiruinen, während mein imaginäres Hintergrund-Orchester “Chariots of fire” spielt.

– Gleich überprüfen ob da eh im Erfolgsverlauf markiert wurde.
NEIN!
oO
Aber…aber warum nicht??
und dann kommt‘s mir:
WHOA, DU VERDAMMTES WAISENKIND – HAST DU NICHT ZUGESEHEN?!
Demotiviert desertiere ich aus dem Schlachtfeld.

Dienstag

Hüllen wir den Dienstag in den Mantel des Schweigens…

Mittwoch

Schon der dritte Tag und noch immer 3 Teilerfolge zu erfüllen. Hachz.
Bloß nicht unterkriegen lassen. Dranbleiben Eva. Dranbleiben.

Na dann metzeln wir uns mal durchs Alteractal, weil‘s grad so lustig ist. (Hallo Ironie! Schön, dass du auch da bist.)
Und mal ganz ehrlich: DAS war nicht nur „eine harte Schule“, sondern eine Glaubensprüfung! Reinkommen – laufen – sterben – wiederbeleben – aufsatteln – sterben – wiederbeleben – zur Flagge laufen – Schurke zappt – Magier frostet und meinereiner landet auf dem Friedhof. Und das immer und immer wieder – im 5 Minuten Takt.
Gut, Alterac wird heute nix, dann eben Kriegshymnenschlucht. Einmal tiiiief durchatmen und weiter geht‘s.
Aber vom Regen in die Traufe.

AlianzflaggeIch deffe allein den Flaggenraum – und obwohl ich (für meine Verhältnisse) schon zum Semi-Pro-Gelegenheits-PvP-Spieler mutiert bin, und mich relativ lang am Leben halten kann, kann ich gegen 5 Gegner nunmal nicht viel ausrichten.

Und dann spammt noch so ein Egomane, aus den eigenen Reihen, den Chat voll, dass das Ganze ohnehin nichts mehr wird und dass außer ihm sowieso keiner einen Plan vom PvP hat.
Und ich kämpf und sterb‘ mich durchs BG und bin innerlich am Kochen. – Was heißt kochen. Ich bin kurz vorm Explodieren.

Ooooh, und ich schwöre: Wär‘s soweit gekommen hätte ich gleich alle Hordler mitgerissen. Und alle rücksichtslosen Mitspieler, die mich (gefühlt) sabotiert hatten. Und Blizzard. Whoa, ich war so wütend auf Blizzard, mir (und allen anderen PvE Spielern) einen so schweren Erfolg aufzuzwingen. In Gedanken formulierte ich schon ein wutenbranntes Ticket, dass ein armer, unschuldiger Supportmitarbeiter über sich ergehen lassen sollte).

Aus dem BG desertiert und das Spiel beendet. Es ist und bleibt ein Freizeitvergnügen, und als solches sollte es mich unterhalten und nicht frustrieren.

An diesem Tag hatte ich mit dem Erfolg – dem Meta Erfolg (Ein Herz für Kinder) und dem Meta-Meta Erfolg (Was für eine lange, seltsame Reise) abgeschlossen.
Sollte mir gestohlen bleiben. Aus-Schluss-Basta!

Donnerstag

Nach diesem absoluten Tiefpunkt, lässt mir dieser dämliche Erfolg nachts keine Ruhe. Das konnte es doch nicht sein, dass mich ein Haufen Kiddies von meinem aller-letzten Erfolg abhalten.
Also frisch ans Werk. Probiere ich halt wiedermal Auge des Sturms, das scheint noch am ehesten machbar.

Gäbe es einen Erfolg für “Nichts, Nichts und wieder Nichts” hätte ich ihn erlangt.
Inzwischen habe ich auch schon meine 1000 ehrenhaften Siege errungen und so viele Ehrenpunkte gesammelt, dass ich mir die Season13 Robe kaufen konnte, aber sonst war eher tote Hose.

UND DANN:
Alle kämpfen um die Türme und ich traue meinen Augen nicht. Die Flagge steht mutterseelenallein in der Mitte des Schlachtfelds. Mooooiiins!!!!
Ich treibe mein Ross an, als ginge es um Leben und Tod und hechte der Flagge entgegen. Noch immer kein Gegner in Sicht – das mag aber nicht viel heißen, denn die schlimmsten lauern im Verborgenen. (Ihr kennt doch dieses klischeehafte Western-Zitat: “Es ist so verdächtig still hier…”)
Ich halte den Atem an während die letzten 3 Sekunden zur Flaggenübernahme runterticken. Geschafft. Die Flagge ist Mein.
Ich laufe so schnell ich kann in Richtung der Draeneiruinen, die für gewöhnlich- und so auch jetzt- von der Allianz besetzt sind.
… Oder auch nicht. Viel zu viele rot-markierte Charaktere dort.
Ein Blick auf die Karte bestätigt meine Befürchtung. Aber die gegenüberliegenden Teufelshäscherruinen sind mir freundlich gesinnt.
Ich bremse in erstklassiger Fred-Feuerstein-Manier, mache auf dem Absatz kehrt, und laufe wiedermal um mein Leben. Diesmal noch mehr als sonst.

“Die haben mich bestimmt gesehen” denk ich mir. “Bestimmt ist jetzt die ganze Armada hinter mir her”. Ich wusste, jeden Moment würde ich gefrostet, gestunnt und geblitzdingst werden, und dann war‘s das wieder mit dem Erfolg.
Ich laufe den Hügel zu den Ruinen hoch. Mein Puls ist auf 300. Ich bin in Reichweite der Heiler, die mir sofort ein Schild und eine Woge der Heilung verpassen. Was für ein gutes Gefühl, doch noch einmal Unterstützung zu bekommen.

Wohlauf erreiche ich die Plattform und habe somit die Flagge erfolgreich erobert. UND: Das Waisenkind hat‘s gesehen :).

Freitag:

Noch 3 Tage für 2 Teilerfolge. (Wenn sich das Muster so weiterzieht, geht sich das nie aus. Na großartig.)
So halb motiviert mach‘ ich mich ans Werk. Mittlerweile hab ich ja geschnallt, dass die besten Chancen am Vormittag und spät nachts sind. Von Mittag an bis Abends so gegen 20h ist absolutes PvP-tabu. Denn einerseits sind da (gefühlt) tausende Konkurrenten und die Gegner (gefühlt) aggressiver.

Also schmeiß ich mich gleich am Vormittag ins Alteractal.

karte vom Alteractal

Alteractal | Screenshot by Kiingy | CC-BY-SA

Pflichtbewusst stelle ich mein Gesundheitsstein – Brünnchen auf, buffe alle mit meinen finsteren Absichten, und flame nicht wie so manch anderer herum, dass ich einen Turm habe möchte.

Also treibe ich mein Pferdchen im Pulk der Meute an‘s andere Ende des Schlachtfelds. Aber ganz egal, wie schnell ich zu Anfang aufs Pferd komm‘, ich falle immer ins Mittelfeld zurück. Kann‘s doch nicht sein. HMPF. So wird das nie was.

Nach meinem grandiosen Fail von Montag, hab ich mittlerweile leichte Paranoia, und seh‘ alle 10 Sekunden nach, ob das Waisenkind eh noch mit dabei ist.

Ich habe übrigens das olle Menschen-Büble gegen ein wesentlich niedlicheres Draenei Mädchen getauscht. Immerhin muss ich was für mein angekratztes Gemüt tun.

Ich eile also so im vorderen Mittelfeld mit der rasenden Meute mit und bin ganz auf die beiden Frostwolftürme fixiert, doch mein wachsames, PvP-gestähltes Auge streift am Eisblutturm vorbei, vor dem gerade ein Magier samt elementarer Frostbeule und ein weiterer, unbedeutender Char abmounten.
Ohne weiter nachzudenken reiße ich die Zügel um, mein Ross bäumt sich auf, beschwert sich über die üblen Arbeitsbedingungen und droht mit der Kündigung. Ungeachtet dessen, treibe ich das Vieh die paar Meter zum Turm, wobei ich den letzten Meter, wohl eher wie ein Skydiver vom Pferd zum Turmeingang gesegelt bin. Der Magier kurz vor mir. „Wenn der jetzt blinzelt, war die ganze Aktion fürn A*****.“

Brennender Ansturm- FähigkeitsbeschreibungUnd ausnahmsweise(!) nehme ich diesmal keine Rücksicht auf Verluste. Nichtmal auf meine Eigenen. Ich schmeiße meinen „brennenden Ansturm“ an – was bei Hexen das ist, was beim Knight Rider „Turbo Boost“ heißt. Mit dem Unterschied, dass meinem Char über die gesamte Dauer Lebenspunkte abgezogen werden. Und das nicht wenig. Dafür aber, solange ich will. Oder andersrum: Solange Lebenspunkte vorhanden sind.
Ich brenne also am Magier vorbei, und rase mit vollem Karacho in die feindlich gesinnten Türmhüter. Die virtuelle Zunge hängt sprichwörtlich am Boden, und der Lebensbalken hat deutlich an grüner Füllung verloren.
Mit der Angst im Nacken, der Magier wäre schneller an die Fahne gelangt, stolpere ich, samt meinem unfreiwillig erlangten Gefolge, in den Flaggenraum, oder eher AUF die Flagge und brandmarke sie so für die Allianz.

Jetzt aber hurtig einen Gesundheitsstein einwerfen, sonst bin ich‘s gleich gewesen und das Himmelfahrtskommando war um sonst.
Nur noch abwarten, bis der Timer fertig tickt und die Flagge eindeutig mir gehört.
Hm.. Da is aber kein Timer.“ Ich gehe vom Schlimmsten aus. War der Magier doch um 1 oder 2 Sekunden schneller? Is das Waisenkind wiedermal.. ?Ach ne, das steht neben mir.
Gibts doch nicht.
Und da schau ich in meinen Erfolgsverlauf und fall vor Freude fast vom Sessel. Geschafft!!!

Voller Euphorie mach‘ ich noch bei der restlichen Schlacht mit (weil sich das so gehört) … und was soll ich sagen. Zehn erledigte Gegner gegenüber “nur” 4 eigenen Toden UND ein haushoher Sieg im Alteractal inklusive einem epischen Gemetzel, neben dem die Schlacht von 300 aussieht wie ein gutbürgerlicher Nachbarschaftsstreit, sprechen wohl für sich. (Ohne meine Turmübernahme wär‘s sicher nicht soweit gekommen. *höhöhö*)

Bleibt noch die Kriegshymnenschlucht. Langsam hege ich wieder vorsichtige Erfolgsaussichten.
Da das aber ein härterer Brocken wird, als anfangs vermutet, hole ich mir Hilfe von einem Pro.

Der Pro ist  der Heil-Paladin meiner Gilde. Zugegeben- ob er ein echter Pro ist kann ich gar nicht sagen, aber immerhin hat er schon jede Menge PVP -Erfolge verbucht.
(Und er hat sich mir, nach meinem Gefluche und Gejammer erbarmt, und seine Hilfe angeboten).
Aber der Pro ist zum Raid eingeteilt, also muss ich warten.

Ich habe mir mittlerweile schon wieder so viele Ehrenpunkte erstorben ähm… erworben, dass ich die -zur Robe passende- Hose aus schneiderlicher Eigenkreation, gegen das richtige gute Zeugs vom PvP Händler tauschen kann. Gesockelt hab ich sie auch ganz fachmännisch. Dank einer noblen Spende der Gildenbank, in der die PvP-Steine schon Moos ansetzen. (Ich frag mich wieso, wo PVP doch so super is‘  -.- )

KriegshymnenschluchtUnd weil mir so fad is *hust hust hust*, melde ich mich nochmals für die Kriegshymnenschlucht an.
Und rein und tot.
Hurra, die Gams! Hatt‘ ich ja schon lang nimmer. Und wiederbeleben und tot. Hachtz, das wird ja immer kuscheliger. Und wiederbeleben und Dot und tot.
(Liebes Blizzard -Team: An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass Corps-Camping eine selten dämliche Erfindung ist, die mit mehrwöchiger Spielsperre bestraft werden sollte!)
Zu meinem Glück ist der BG auch gleich wieder aus und meinereiner kann sich abreagieren. (Oder auch: Im Gildenchat über pöse Puben zu jammern).

Aber was einen nicht umbringt macht einen ja bekanntlich stärker, also gleich nochmal angemeldet.
Und schau einer an. Diesmal macht die friedfertige Hexe ja direkt was her.
UND ICH HABE MICH GERÄCHT! Auge um Auge, Zahn um Zahn, PIXEL UM PIXEL!

Und auch wenn ihr es für Anglerlatein halten wollt, so hat es sich doch so zugetragen wie ich es hier schreibe. Ich habe zwei mal(!) einen (den selben) Schurken dahingerafft. (Ich,der PvP-Noob, einen Schurken, kaum vorstellbar, aber wahr).
Und ich, der PvP-Noob hab‘s in die gegnerische Basis geschafft und mir so mir nichts, dir nichts, die fremde Flagge geholt. Nicht, dass das Sinn der Übung gewesen wäre, aber die stand da grad so hübsch da, wie ein Mauerblümchen am Sonntagmorgen und da dacht ich mir: Hey, die nimmst dir mit, stellst sie daheim aufs Nachtkästchen. Macht was her.

Und mein freitäglicher Sonntagsspaziergang hätte auch fast geklappt, bis so 5 oder 6 Meter vor dem Abgabepunkt, ein (Horde-)Druide auf die Idee kommt, das schmucke Stück für wieder für sich und seinesgleichen in Anspruch zu nehmen.
Na dann eben wieder die Eigene verteidigen, wo ich ja grad in der Allianz-Basis bin.

Als ausgefuchster Schlaufuchs, der ich mittlerweile geworden bin, deffe ich (entgegen allen Guides), nicht im Flaggenraum meine Flagge, sondern warte am unteren Ausgang – und da kommt er auch schon – der rosa Held in der strahlenden Rüstung auf seinem reitbarem Dingsda – ohne Begleitung, ohne wütender Meute — „Ohohohohho, das ist mein Glückstag“ jubiliere ich im Hinterstübchen und reibe mir die virtuellen Hände.

Zack, trifft ihn ein Chaosblitz aus heiterem Himmel, dass ihm Hören und Sehen vergeht. Gleich noch den Schattenfuror drauf, und die Shivarra, und eine doppelte Ladung Feuersbrunst und eigentlich alles was mir zum Verfügung steht. Und dieser verflixte, feindliche Paladin, hält MEINE Flagge noch immer in seinen blutelfigen Fingern, und will sie partout nicht hergeben.
Dem Mega-Meta-Erfolg zum Greifen nah, bombardiere ich den feindlichen Paladin mit meinem gesamten Arsenal an Zaubern und Dämonen und fiesen Tricks und bösen Wünschen in den Boden der Tatsachen.
Ein imaginäres, inbrünstiges „YEEEAH“ hätte jetzt dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, aber man kann nicht alles haben.

Ich fahre mit der Maus über die Flagge und kann die aufploppenden Erfolge schon vor meinem geistigen Auge sehen. Tränen der Verzweiflung gepaart mit blindem Hass strömen aus meinen Augen, als der DÄMLICHE SCHATTENPRIESTER AUS DEM EIGENEN TEAM MIR DIE FLAGGE WEGKLICKT. Mit einem innerlichen, urtümlichen Schrei, vor dem sich selbst der unglaubliche Hulk wimmernd in eine Ecke verkrochen hätte, habe ich ihn aufs Übelste verflucht, diesen, diesen, diesen… (ich hab keinen Ausdruck, der bösartig genug wäre, um diesen Spieler zu beschreiben.)

Nicht nur, dass ich mir die Flagge von Anfang an allein erkämpft habe, während Monsieur offenbar irgendwo ein Kaffeekränzchen abgehalten hat, und nicht nur, dass „der, der nicht genannt werden kann“, kein Waisenkind mithatte … ich meine das macht man doch nicht! Das kann er doch nicht bringen! Was is denn das für eine Art?! Am liebsten hätte ich ihn ungespitzt in den Boden gerammt.
(Und mein Hasstiraden-Ticket an einen armen, arglosen Blizzard Support Mitarbeiter, würde wohl wieder um 2 Absätze länger werden).

Ich kehre dem BG den Rücken zu und hoffe aus bessere Zeiten. (Schlimmer konnten sie ja wohl echt nicht mehr werden…). Meine letzte Hoffnung liegt nun auf die Hilfe aus der Gilde.
Doch die tankt und prügelt und zaubert und heilt sich gerade durch das „Herz der Angst“.

Aber ich kann es nicht auf mir sitzen lassen und melde mich erneut an.
Und tja, was soll ich sagen, keine Flagge für mich. Ein paar Tode, ein paar Todesstöße, ein paar Whiner, ein paar Camper, alles schon egal, eh alles egal. Natürlich versuch ich die Flagge zu kriegen, krieg ich aber nicht. Doch trara… „Dingstibumsti [Name von der Redaktion geändert] hat die Flagge der Allianz erobert.“ Ein Untoten-Magier. Na ganz fein. Fear-immun, kann blinzeln, eineisen, allein hol ich den nie ein. Mal ganz abgesehen davon, dass ich irgendwo, mutterseelenallein in der Mitte der Kriegshymnenschlucht herumdümple.
Doch der Magier rennt nicht zu seiner Base. „Gibts, ja nicht, was macht der da?“. Auf der Minimap steppt die Allianzflagge fröhlich in der Allianzbasis herum. „Hallo? Was soll den das werden?“ Naja was solls. Ich reite hin und such‘ das frostige Gerippe mit dem blauen Fähnchen im Rückrat. Und rauf und runter, und raus und rein und – „Mensch ich find den Kerl nicht.“ Und wieder raus und wieder kehrt, und – haaa! das DACH.

Shivarra

Shivarra

Und grad als ich um die Kurve komm, da seh ich ihn auch schon, wie er munter vor uns wegblinzelt mit einem (h)ordentlichen, gehässigen Lacher auf den Lippen. Ich renne ihm hinterher, weils eh scho wurscht ist, meinen Dämon auf ihn gehetzt, in der Hoffnung das der irgendetwas ausrichtet.
Der Magier hält mich zum Narren, indem er übers Flachdach tänzelt wie die Frühlingsfee bei der Maikäferernte.
Und grad zur rechten Zeit klingt der Cooldown meines Schattenfurors ab und der Magier verstummt. Kurz. Dafür knallt er mir sogleich seine gefrohrene Kugel vorn Latz. Die Shivarra rächt mich, indem sie ihn in eine Ecke schmettert. In meiner Verzweiflung und meiner Raserei, muss der Magier nun für alle Bösartigkeiten, die ich in der vergangenen Woche erleben *durfte* gradestehen (UND für die Frühlingsfeenummer von grad eben).

Ganz ehrlich. Ich weiß echt nicht, wie das passieren konnte. Echt nicht.
Aber auf einmal stand die Flagge vor mir, mit dicken Fussel-Tränen in den nicht vorhandenen Augen, und flehte mich wimmernd an: „ Ich will nach Hauuuuuse“. Und spannungsgeladen wie beim epischen Showdown eines Hollywood Blockbusters, erhebe ich den Mauszeiger und klicke auf MEINE Flagge.

„Was für eine lange, seltsame Reise“ erscheint auf meinem Bildschirm.
Komplett paralysiert nehme ich irgendwo aus der Ferne des TS „GZ“s und „Wohoo“‘s wahr.
Ganz langsam dämmerts‘ mir: Ich – habe – die – Flagge. Ich – habe – den – Erfolg. Ich habe den META-Erfolg. Ich habe den MEGA-META-Erfolg. DEN MEGA META ERFOLG!

was für eine lange seltsame reise

…Und mein imaginärer Hintergrundchor erhebt seine theatralischen Stimmen zu den ersten Takten von „o fortuna“.

Plattform: iPhonePlattform: iPad World of Warcraft+Bejweled+Pokémon = Battle Camp

Verfasst von David Sondermann am 14. Februar 2013 1 Kommentar

Das Entwicklerstudio PennyPop hat mit den Worten

We’re launching a new iOS RPG called Battle Camp that is a mix of Pokemon, WoW and Bejeweled.

sein Spiel Battle Camp für iOS angekündigt. Das sind große Worte. Was steckt dahinter?
Battle Camp ist ein Spiel für iOS. PennyPop versucht mit diesem Titel, ein Rollenspiel mit Casual Games-Elementen zu einem mobilen MMO zu verschmelzen. Als Kampfsystem dient eine Match3-Mechanik wie beim Hit Bejeweled (Test zu Bejeweled 3). Daneben gibt es jede Menge traditionelle MMORPG-Features wie 135 verschiedene Monster, jede Menge Dungeons, PvP, Raids, Gilden usw.
Wir haben mal die Preview-Version angetestet. Die Grafik ist ganz niedlich. Man streunt durch Sommercamp, wie man es vielen US-amerikanischen Filmen kennt. Dabei kann man mit seinen eigenen Monstern andere Monster angreifen. Pokémon lässt grüßen. Man muss seine Monster trainieren und immer stärker machen, um gegen mächtigere Gegner bestehen zu können. Allerdings muss man ein Monster an ein weiteres verfüttern, damit letzteres aufleveln kann. Dieser Vorgang wird Fusion genannt.

Fusion is just how monsters gain XP. Once they have enough XP, they level-up and gain power. And it’s no more unethical than Pokeballs.

Das Spiel scheint mit Humor gespickt zu sein und nimmt sich selbst nicht ganz ernst. Wir hoffen, dass das im endgültigen Spiel so bleibt. Hier schon mal ein paar Screenshots aus der Preview-Version.

Mehr Infos gibt es auf der Previewseite zum Spiel.
Battle Camp

Hier noch ein paar Screenshots, die uns von PennyPop zur Verfügung gestellt wurden.

World of Warcraft Die erste Woche “Mists of Pandaria”

Verfasst von Eva Wittberger am 2. Oktober 2012 1 Kommentar

Vor ziemlich genau 1 Woche ging das vierte Expansionsset von World of Warcraft online. Mists of Pandaria.

Anders als viele andere Schreiberlinge wollte ich aber nicht gleich losschreiben und Infos zum Besten geben, die ohnehin schon seit geraumer Zeit in einschlägigen Foren breitgetreten wurden.
Dafür wollte ich mir eigentlich auch gar keine Zeit nehmen, denn ich saß Montag Abend mit meinem Göttergatten vor dem Fernseher, uns sah mir via AirPlay den Livestream des Blizzard Events an, ehe ich mich rechtzeitig vor Mitternacht eingeloggt habe um gleich von der ersten Minute an dabei zu sein. Ich wollte nicht unbedingt die Erste sein. Aber zugegeben – ich wollte dabei sein. So gehört sich so als Nerd. Finde ich.

Der Launch

Man kann sich vorstellen wie es im Thronsaal ausgesehen hat.
Wer es sich nicht vorstellen kann – hier ein Screenshot:

Ansammlung im Thronsaal von Sturmwind

Fünf Minuten vor Mitternacht (auf meiner Ingame Uhr) wurde automatisch das Startquest verteilt und ab da ging es nur mehr darum, Erster zu sein.
Erstes Quest: Finde den Questgeber:

Finde den Questgeber

Zweites Quest: Flieg zu Luftschiff “Himmelsfeuer” und finde den nächsten Questgeber.
Und ab da war es einfach nur mehr eine Qual.

Wie auch schon bei den Starts der anderen Erweiterungen brachte der Ansturm der Spielern die Blizzard Server an den Rand der Verzweiflung. Es hat gelaggt ohne Ende.
Ich habe eine Stunde und 54 Minuten gebraucht, um die Anfangssequenz durchzumachen die im Normalfall in weniger als 10 Minuten erledigt ist. Ich möchte das an dieser Stelle nochmal betonen: Das waren einhundertundvierzehn Minuten!!
Allein 15 Minuten habe ich darauf gewartet, dass mein Gyrokopter abhebt.

Nich einer, sondern tausende Gyrokopter!

Das Hordeschiff wurde nicht von einem Helikopter bombardiert, sondern von einer ganzen Armada regelrecht pulverisiert. (Aber erst als die Server nach einem gut 20-minütigen Dauerbeschuss reagiert haben. Zum Vergleich: Normalerweise reichen 2-3 Schuss auf die Fracht und fertig)

Achja: Gegen Mittag war der erste Charakter auf meinem Realm schon 90.
Und kurz nach 18:00 … war der erste Mönch 90!

18: 01 – erster Stufe-90-Mönch des Realms

Mal ehrlich, das kann doch keinen Spaß mehr machen.
Aber gut. Jedem das Seine.

Daher nun auch meine persönlichen Flop 5 & Top 5:

Die Flop’s

Flop 5: Serverkapazität
Ja ich kann mir gut vorstellen, dass der Livebetrieb eines so umfangreichen Spiels jede Menge Arbeitsleistung frisst und das ganze technisch auch irgendwann mal das Ende der Fahnenstange erreicht. Trotz aller Geduld und Gutmütigkeit ist es aber doch irgendwann nervig. (Und nein, ich lasse meinen Unmut nicht im Chat aus!)

Flop 4: Kiddies
Was noch nerviger ist, sind diejenigen Kiddies die sich im Chat darüber aufregen, dass Blizzard das nicht hinkriegt. (Ganz ehrlich: Sucht euch ein neues Hobby!)

Flop 3: Der Chat Bug
Jede Meldung wurde 5x hintereinander angezeigt.

Flop 2: Stresser
Diejenigen, die vormittags schon 90 waren. Das sind dann die, die sich in spätestens einem Monat aufregen, dass es keinen Content mehr gibt und alle anderen Spieler hetzen, die das Spiel genießen wollen.

Flop 1: Die obligatorischen Alt+F4* Witze
Was waren die nervig! Sprüche wie “Alle mal Alt+F4 drücken”, “Mit Alt+F4 kann man die Quests abgeben” oder “Mit Alt+F4 laggts nicht mehr” etc. (Dies erklärt wohl auch endgültig warum der Chat-Bug auf Platz 3 liegt ;) )

*Zur Info: Alt+F4 ist das Windows’sche Cmd+Q

Die  Top’s

Top 5: Musik
Die Musik in den Gaststätten ist großartig. Ich könnte stundenlang da drinn stehen und zuhören^^.

Top 4: Instanzorte
Instanzorte sehen jetzt von aussen so aus, wie sie auch innerhalb der Instanz dargestellt werden und sind so auch als normale Gebäude betretbar. Is zwar teilweise Contentwiederverwertung aber ich finds gut und stimmig.

Top 3: Kleine Details
Ich LIEBE kleine Details. (Und ich glaube Blizzard weiß das :) )

Top 2: Optik
Das Expansionset ist eine optische Augenweide! Nach dem extrem düsteren “Wrath of the Lichking” und dem Nachfolger “Cataclysm” nun endlich wieder helle und freundliche Farben! Ich kann mich gar nicht an der schönen Landschaft sattsehen und das Tal der 4 Winde ist sowieso das Nagrand 2.0!

Top 1: Made my day!
Dieser Punkt fällt etwas aus der Reihe, aber was solls: Top1 widme ich demjenigen Spieler, der Dienstag irgendwann – während die Server schon über Freitod nachdachten – zwischen dämlichen Alt+F4 Witzen und nervigem Herumgeflame folgendes in den Chat geschrieben hat: “Lasst mich durch, ich hab reserviert!” DANKE. Made my day! :)

In diesem Sinne – genießt Pandaria! (und “Möge der weiße Tiger über euch wachen”)

Platform: Mac/OS X World of Warcraft: Mists of Pandaria kommt Ende September

Verfasst von Gero Pflüger am 2. August 2012 Kommentieren

Das nächste Add-on für »World of Warcraft« – es trägt den Namen »Mists of Pandaria« – wird am 25. September veröffentlicht. Dies teilte Activision-Blizzard mit. Weiterlesen »

Platform: Mac/OS XPlatform: Windows World of Warcraft – Beta zu Mists of Pandaria ist gestartet

Verfasst von David Sondermann am 22. März 2012 Kommentieren

Activision Blizzard hat heute den Start des Betatests von Mists of Pandaria bekannt gegeben. Das neue Add-On zu World of Warcraft wird die Rasse der Pandaren einführen, die wie der Name schon sagt, Panda-Bären sehr ähnlich sehen.
Der Beta-Client kann schon heruntergeladen werden, ein Spielen ist noch nicht möglich.
Der Beta-test beschränkt sich zuerst auf das Startgebiet der Pandaren (Lvl 1-10), wird aber demnächst auch mit High-Level-Content aufwarten.
Blizzard verschickt nach und nach die Beta-Einladungen an ausgewählte Personen, wie Jahres-Pass-Inhaber, Pressevertreter und Beta-Bewerber.

Pandaren

Pandaren

Gleichzeitig warnt der WoW-Publisher vor möglichen Phishing-Attacken. Daher sollte jede/r Empfänger/in einer Beta-Einladung genau prüfen, ob die E-Mail echt ist, indem er bzw. sie sich mit seinem Battle.Net-Account einloggt und dort nachschaut, ob eine Beta-Lizenz vorliegt.
Da für die Teilnahme an der Beta keine Verschwiegenheitserklärung (NDA) notwendig ist, wird das Netz wohl bald mit ersten Berichten, Screenshots und Videos aus der Beta überschwemmt werden. So wie ich die Wow-Fans Daniel und Eva, unser Redaktionspaar, kenne, werden Sie uns bestimmt bald mit Infos aus erster Hand versorgen.
Seid Ihr auch dabei oder wartet Ihr lieber auf den offiziellen Release? Oder geht Euch WoW vielleicht völlig am Allerwertesten vorbei und Ihr wartet lieber auf Order & Chaos Online?

Die Ankündigung des Beta-Starts findet Ihr auf der offiziellen WoW-Webseite.

Beta-Launcher Mists of Pandaria

Beta-Launcher Mists of Pandaria

Blizzard Entertainment, die Wurzel von “World of Warcraft” (WoW), hat nun etwas aufgestockt, das alte WoW-Hasen wieder auf den Fantasy-Planeten locken soll: Die Rolle der Auferstehung. Das Prinzip bleibt: Aktive Spieler sollen Freunde, die früher schon mal WoW gespielt haben, mit der “Rolle” wieder ins Spiel holen. Für den Werber springt dabei jedoch nun ein kostenloses Reittier heraus. Allianzcharakteren winkt ein Spektralen-Greif, während Hordenhelden den spektralen Windreiter begrüßen.

Zack auf Stufe 80 – Einfach so

Der geworbene Spieler erhält außerdem eine Stufensteigerung auf Stufe 80 und ein kostenloses Upgrade auf Cataclysm. Sieben Tage kostenlose Spielzeit packt Blizzard noch oben drauf. Wer will, kann einen kostenlosen Realm/Fraktionswechsel in Anspruch nehmen.

Jeder aktive WoW-Spieler kann die Rolle nutzen. Der ehemalige Spieler muss schon einmal mindestens einen Monat Spielzeit erworben haben und seinen Account vor oder seit dem 4. März 2012 nicht genutzt haben. Blizzard kündigt an, das Angebot gelte nicht dauerhaft. Alle Antworten zu Aktivierung und Voraussetzungen hat die Spieleschmiede in einem FAQ zusammengetragen.

 

Platform: Mac/OS X World of Warcraft – Herz der Aspekte nun verfügbar

Verfasst von Daniel Wittberger am 15. Februar 2012 Kommentieren

Für alle zahlungswilligen World of Warcraft Spieler hat Blizzard nun ein neues Reittier veröffentlicht, welches über den Hauseigenen Haustiershop erworben werden kann.
Das Reittier trägt den Namen “Herz der Aspekte“. Es handelt sich dabei um einen goldenen Drachen. Dieser Drache ist aus der Drachenseele, welche für den Untergang von Todesschwinge verantwortlich ist, entstanden.
Das Reittier kostet 20 Euro und ist nach dem Kauf automatisch auf allen Charakteren eines Accounts verfügbar. Auch alle zukünftigen Charaktere des Spielers/Accounts erhalten automatisch nach der Erstellung das Reittier.
Wer dieses Haustier erwerben möchte sollte sich auf den Weg zum Haustiershop von Blizzard machen.

Blizzard gewinnt, WoW verliert

Verfasst von Gero Pflüger am 10. Februar 2012 Kommentieren

Spieleentwickler und -publisher Activision Blizzard hat 2011 ein extrem ertragreiches Geschäftsjahr hingelegt. Bei steigenden Umsätzen (die Einnahmen stiegen um rund sieben Prozent auf 4,76 Milliarden Dollar) konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn um ca. 160 Prozent auf eine gute Milliarde Dollar fast verdoppeln. Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Robert Kotick, präsentierte die Zahlen.

Mehr als je zuvor hat Activision Blizzard im vergangenen Geschäftsjahr von Verkäufen im digitalen Raum profitiert. Im Jahresvergleich seien die Einnahmen über digitale Kanäle um mehr 14 Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden Dollar gewachsen. Damit erreicht das Digitalgeschäfts 35 Prozent an den Gesamteinnahmen des Konzerns. Dieser digitale Erfolg habe mittlerweile mehr gründe als nur das seit Jahren als Cash-cow dienende MMORPG »World Of WarCraft«. Was vielen Mac-Spielern kaum bewusst ist: Neben WoW kommt auch die überaus erfolgreiche und auf dem Mac mittlerweile recht stiefmütterlich behandelte »Call of Duty«-Reihe von Activision Blizzard. Besonders beliebt ist hier der mit »Modern Warfare 3« eingeführte, kostenpflichtige Onlineservice »Call Of Duty Elite«. Diesen kostenpflichtigen Account nutzen mittlerweile rund 1,5 Millionen Premiumnutzer.

»World Of WarCraft« verliert hingegen an Einnahmen. Dies ist wohl auf die längere Phase ohne neues Add-on zurückzuführen. Daher verliere das Rollenspiel schon seit Monaten immer mehr Nutzer. Außerdem kam im vierten Quartal 2011 mit »Star Wars: The Old Republic« ein starker Konkurrent auf den MMORPG-Markt. Immerhin ist der Spielerverlust um das Achtfache geringer als im Quartal zuvor.

Elwynn Telegraph: Es muss nicht immer »Tier« sein

Verfasst von Eva Wittberger am 30. November 2011 Kommentieren

Vor wenigen Stunden ging der neueste Patch (4.3) “Die Stunde des Zwielichts” (orig. Hour of Twilight) für Blizzard Entertainments MMORPG »World of Warcraft« online. Damit beschert uns Blizzard ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk: Die Transmogrifikation. Die angelegten Rüstungsgegenstände können bei den handelseifrigen Astralen (natürlich gegen entsprechende Bezahlung) mit der Optik eines anderen Rüstungsteil belegt werden. Damit kann dem Charakter mehr Individualität verliehen werden. Einfach großartig! Weiterlesen »

Platform: Mac/OS XPlatform: Windows World of Warcraft mit rückläufigen Abo-Zahlen

Verfasst von Gero Pflüger am 9. November 2011 Kommentieren

Mit den gerade veröffentlichten Quartalszahlen dürfte der Publisher Activision Blizzard zwar einigermaßen leben können. Allerdings sieht es mit der Entwicklung der Abonnentenzahlen für das Konzern-Flaggschiff World Of WarCraft aus. Die Melkmaschine von Activision Blizzard hat offenbar allein im zurückliegenden Quartal erneut Hunderttausende Spieler verloren, genauer wird von 800.000 zahlenden Kunden gesprochen. Dies habe Blizzard-Chef Mike Morhaime im Rahmen eines Conference Calls gesagt, wie verschiedene Medien in den USA berichten. Offiziell wird zwar keine konkrete Abo-Zahl genannt. Man munkelt jedoch von einem verbliebenen Abonnentenstamm von weltweit nur noch etwa 10,3 Millionen Spielern für das Vorzeige-Multiplayerspiel.

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