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Spiele für Apple Macintosh, iPhone und iPad

Micro Miners

Verfasst von Holger Saß am 1. Dezember 2012 Kommentieren

Titel: Micro Miners
getestet für: iPhone & iPad
Testversion: 1.1
Inhaltsverzeichnis
1 – Worum es geht
2 – Die Grabung beginnt
3 – Tiefer immer tiefer
4 – Fazit
5 – Screenshots
6 – In-Game-Video
7 – Infobox
8 – Alternativen

Worum es geht

Eine Horde Bergleute wuseln immer tiefer in das Gestein hinein und müssen von euch zu den Schätzen geführt und vor dem Tod bewahrt werden. Das alles im knuffigen Retrostyle und mit minimalistischer Steuerung.

Die Grabung beginnt

„OK, auf geht’s Leute, das Silber gehört uns.“ So ähnlich klingt es, was der Vorarbeiter in dem perfekt gerenderten Vorspann des Spiels….

Oh, sorry, falscher Anfang.

Also, das Spiel begrüßt uns mit 8-Bit-Gedudel direkt aus den frühen 80′ern und grober Retro-Optik. Dazu wuseln winzige kleine Figuren auf dem Bildschirm hin und her, eben die Micro Miners.
In den ersten Leveln wird dem Spieler erstmal erklärt, worum es eigentlich geht – nämlich darum, die putzigen kleinen Arbeiter auf den richtigen Weg zu schicken.
Das ist zunächst einmal ganz einfach: Wenn man mit dem Finger über den Bildschirm wischt, gräbt man einen Tunnel und die fleissigen Minenarbeiter stürzen wie die berühmten Lemminge in die Tiefe. Bald stösst man auf das erste Silbervorkommen. Kaum wird es erreicht, beginnen die Spitzhacken ihren Job: Das Erz wird abgebaut. Je mehr desto besser; es gibt je nach Abbaugrad ein bis drei Sterne für die getane Arbeit. Dabei sind unsere fleissigen Pixelmännchen nicht besonders schlau, sie buddeln immer direkt nach unten. Was durchaus dazu führen kann, dass man nur wenig Erz abbauen kann.
Während der ganzen Aktion scrollt der Bildausschnitt langsam aber unerbittlich nach unten. Und lässt man ein Erzfeld aus, so erhält man statt eines grünen Sterns ein rotes X. Nicht schön, denn passiert das dreimal, ist das Level verloren. Stösst einer der Micro Miners an den oberen Bildschirmrand, so stirbt er. Auch nicht schön, denn dann gibt es weniger Arbeiter, die Erze abbauen können. Was wiederum dazu führen kann, das man nicht schnell genug an das kostbare Metall kommt und ein X kassiert.
Ein Teufelskreis.
Ausser Stollen graben kann man auch Erde auffüllen, einfach indem man unten links umschaltet. Jetzt werden per Wisch Hohlräume aufgefüllt statt Tunnel gegraben. Das war es eigentlich schon, viel mehr passiert im Spiel nicht.

Tiefer immer tiefer

OK, das ist jetzt nicht ganz richtig. So gibt es etwa schon bald Kohlefelder, die nur von schwarzen Minern angebaut werden können, während die weißen sich um die Erze kümmern müssen. Also gilt es diese beiden Gruppen auseinander zu halten und zu ihren jeweiligen Bestimmungsort zu führen. Später gesellen sich noch Lavaseen dazu, die alle Bergleute bei Berührung rösten,. Außer die roten, feuerfesten Spezialisten, die sich auch dadurch graben können. Dann findet man Edelsteine die Bonuspunkte bringen oder auch seltsame Artefakte, die unter der Erde ruhen. Man trifft auf explosive Gasfelder, die es zu umrunden gilt. Riesige Würmer und anderes Getier trachten unseren tapferen Arbeitern nach dem Leben und langsam aber stetig scrollt das Spielfeld nach unten.
Der Schwierigkeitsgrad zieht nach einigen Leveln ziemlich steil an und man bekommt richtig was zu tun. Soviel, das man die Kommentare der kleinen Kerle gar nicht in Ruhe geniessen kann.
Tipp: Unbedingt in den Einstellungen „Swearing On“ einstellen.
Alle 40 Level zu bezwingen ist alles andere als ein Spaziergang, auch mir fehlt da noch der eine oder andere. Dazu gibt es Goodies wie Extra-Level für Kinder, Gamecenteranbindung oder die Möglichkeit, sein In-Game-Video auf YouTube der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Fazit

MicroMiners hat nach Aussagen des Entwicklers über zwei Jahre (genau 764 Tage) Entwicklungszeit hinter sich. Und das merkt man dem Spiel auch an. Ich war zunächst angesichts der minimalistischen Retrografik und des scheinbar simplen Spielprinzips etwas skeptisch, aber nach kurzer Zeit hatte es mich gepackt.
Es macht einfach einen höllischen Spaß, seine Arbeiter durch die Tiefe zu lotsen, alle Erze zu erwischen und allen Gefahren auszuweichen. Dabei ist das Spiel – auch wenn der Schwierigkeitsgrad stellenweise hoch ist – nie unfair. Mit etwas Übung und Nachdenken ist jede Hürde zu meistern. Dazu gefällt noch die liebevolle Umsetzung.
Da bleibt nur ein Fazit:
Kaufen! Und dann ab in die Tiefe!

Screenshots

In-Game-Video

Infobox

Name: Micro Miners
getestete Version: 1.1 (App Store)
Altersempfehlung: 9+ (App Store)
Mindestvoraussetzungen: iPhone oder iPad, iOS 4.3
empfohlene Voraussetzungen: -
macinplay-Testsystem: iPad2 , iPhone 5, iPod touch 4.Gen, alle mit iOS 6.0.1
macinplay-Empfehlung: läuft auf allen Geräten flüssig
Bugs: Gelegentlich bleiben die Micro Miners an einzelnen Pixeln hängen.
Positiv: extrem einfaches Spielprinzip das viel Spaß macht und liebevoll umgesetzt ist
Negativ: wird schnell schwer, wenn auch nicht unfair
Bezugsquellen: App Store*
Folgekosten: keine
Werbung: für eigene Apps mit Links in den App Store
App Store

Micro Miners (AppStore Link) Micro Miners
Hersteller: Jean-Philippe SARDA
Freigabe: 9+5
Preis: 1,79 € Download *

Alternativen

Wer auf Retrospiele steht, der sollte sich auf jeden Fall Super Mega Worm anschauen. Oder wenn es etwas mit weniger Fingerakrobatik sein soll empfehlen wir Game Dev Story :

Super Mega Worm (AppStore Link) Super Mega Worm
Hersteller: Deceased Pixel LLC
Freigabe: 12+5
Preis: 1,79 € Download *
Game Dev Story (AppStore Link) Game Dev Story
Hersteller: Kairosoft Co.,Ltd
Freigabe: 4+5
Preis: 4,49 € Download *

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Über Holger Saß

Holger Saß ist ein Mitglied der "Generation C-64" und seit über 25 Jahren mit "Telespielen" beschäftigt. Nach dem Tod des geliebten Amigas ging es natürlich in Richtung MacOS. Und irgendwann dann dann auch zu macinplay.
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