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Pop-Pop

Verfasst von Gastautor am 28. März 2010 1 Kommentar

Nach dem Erscheinen des Klassikers Breakout gab es dutzende und aberdutzende Neuauflagen, die am eigentlichen Spielprinzip wenig änderten, aber die Oberfläche erneuerten, mehr Farben hinzufügten, schönere Sounds einbrachten und alles etwas ansprechender gestalteten. Das im amerikanischen Staat New York angesiedelte Unternehmen Ambrosia Software schloss vor kurzem die Entwicklung seines neusten Titels Pop-Pop ab, das sich grundsätzlich immer noch an Breakout anlehnt. Jedoch geht es viele Schritte weiter als bisherige Clones.

Zu Beginn eines neuen Spiels muss man ich zunächst für einen Modus entscheiden. Zur Auswahl stehen “Versus” und “Puzzle”. “Versus” ist entweder ein Spiel im Internet gegen menschliche Spieler oder aber ein Offlinespiel gegen den Computer. Das Prinzip ist bei beiden das selbe: Der Bildschirm wird vertikal halbiert und es wird versucht, mit Waffen dem Gegner das Leben schwer zu machen. Der Puzzlemodus ist komplett anders aufbereitet. Hier spielt man alleine mit dem Ziel, alle auf dem Bildschirm befindlichen Münzen einzusammeln. Selbst nach langem Spielen kann dieser Modus noch eine wirkliche Herausforderung darstellen.

In beiden Modi gilt jedoch die klassische Breakout-Regel: Sobald ein Stein unter die Trennlinie gerät, ist das Spiel verloren. Ebenso lässt sich in beiden Spielarten ein Magnet benutzen, der bei Aktivierung den Ball an das Paddel heranzieht. Selbiges wurde neben der Möglichkeit den Magnet zu benutzen, mit einem schönen Feature ausgestattet: Es ist aufladbar. Im Wesentlichen bedeutet das, dass der Spieler durch Klicken mit der Maus das Paddel aufladen kann. Sobald es aufgeladen ist und der Ball das Paddel berührt hat, wird der Ball über eine neue Stärke verfügen, die es ihm ermöglicht, mehrere Steine auf einmal zu durchbrechen.

Breakout zu zweit und auch noch im Netz
Ambrosia Software führt mit Pop-Pop etwas ein, das es noch nie in einem Breakout-Clone gab: Die Möglichkeit, über das Netz der Netze oder auch über ein lokales Netzwerk gegeneinander anzutreten. Jeder Spieler wählt hierzu eine der sieben vorhandenen Figuren aus. Jeder diese Charaktere verfügt über eine einzigartige Waffe, die mehr oder weniger direkt gegen den gegnerischen Spieler eingesetzt werden kann. Der Verlierer ist bei solch einem Spiel derjenige, bei dem ein Stein unter eine am unteren Bildschirmrand befindliche Trennlinie gelangt. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad rücken die Steine in bestimmten Zeitintervallen von oben immer weiter nach unten auf das Paddel zu. Falls der Spieler einmal mit dem Paddel den Ball verfehlt, rücken alle Steine ebenfalls um eine Stufe weiter nach unten.

Am besten lässt sich das Onlinespiel durch ein kurzes Beispiel demonstrieren: Wir wählen in solch einem Spiel die Figur ‘Bombastic’. Diese verfügt über die Fähigkeit, Bomben im Bereich des Gegners abzuwerfen. Anders als man zunächst vermuten würde, wirkt sich das aber nicht direkt destruktiv aus. Fängt der Gegner alle Bomben mit dem Paddel auf, so passiert überhaupt nichts. Falls er sie nicht alle auffangen kann, rücken alle Steine um soviele Stufen hinunter, wie Bomben nicht gefangen wurden. Falls man nun mehrere solcher Bombenangriffe hintereinander startet, kann das Spiel schnell gewonnen werden. Eine weitere recht interessante Waffe bietet ‘Zap’. Er kann Minen auf das Feld des Gegners bringen, die den Ball wie einen gleich gepolten Magneten abstoßen. Dadurch wird es sehr schwierig, die Kontrolle über das Spiel zu behalten. Solche und weitere Waffen stehen in Pop-Pop zur Verfügung, sobald es registriert wurde. In der herunterladbaren Demo-Version gibt es nur vier Figuren anstatt der sieben sonst verfügbaren.

Ein weiteres recht innovatives Feature dachte man sich bei Ambrosia aus: Sobald mehrere Steine auf einmal zerschlagen werden, werden sie gespeichert, bis der Ball das nächste Mal das Paddel berührt. Sobald dies passiert, werden alle diese Steine zum Gegner transportiert. Dort erscheinen sie mit einem hohlen Innenleben. Wenn der Gegner solch einen Stein zerschlägt, wird er wieder als robusterer Stein (der zweimal getroffen werden muss, um zerschlagen zu werden), zurück transportiert. Durch diesen simplen Nebeneffekt können komplizierte Taktiken entstehen. Es kann ein Spiel aber auch erst richtig interessant machen.

An diesem Punkt ändert sich auch etwas in der Benutzung des Magneten. Im Onlinespiel selbst kann er so oft benutzt werden, wie man möchte. Wenn man aber bereits viele Steine zerschlagen hat und den Magnet einsetzt, werden alle gespeicherten Steine gelöscht und dem Gegner wird nicht geschadet.

Puzzlespiel
Der Modus Puzzle gestaltet sich komplett anders als Versus und lehnt sich wieder etwas mehr an das originale Breakout an. Auf dem Spielfeld sind Münzen verstreut, die mit dem Ball getroffen werden müssen. Sobald alle Münzen berührt sind, ist das Level gewonnen. Das mag sich einfach anhören. Leider macht uns hier Ambrosia einen Strich durch die Rechnung. Neben den Münzen sind auch noch Steine auf dem Spielfeld verteilt. Diese müssen nicht zerschlagen werden, jedoch steigert sich der Schwierigkeitsgrad durch ihre bloße Existenz. Daneben gibt es in manchen Leveln auch noch Steine, die unzerstörbar sind, so dass sich der Spieler wirklich beeilen muss, um alle Münzen zu treffen und in das nächste Level zu gelangen.

Im Puzzle-Modus stehen vier Schwierigkeitsgrade zur Verfügung – Easy, Medium, Hard und Expert. Schon nach kurzer Spielzeit wird Easy und Medium keine Herausforderung mehr darstellen, so dass du dich an Hard und Expert heranwagen wirst. Hard machte im Test am meisten Spaß, da Expert mehr als nur einen Tick zu schwierig ist. Hard aber lässt sich mit der Zeit recht gut spielen und trotzdem muss man sich nicht wenig anstrengen, um diesen Modus zu meistern.

Eindrucksvolle Effekte und schöne Grafiken
Auffallend bei Pop-Pop ist die außerordentlich ansprechende Optik. Die gesamte Oberfläche ist schön animiert und die Benutzung ist sehr simpel und elegant. Besonders auf den Hintergrund wurde viel Wert gelegt. Dieser besteht aus blubberndem Wasser. Sobald der Mauszeiger bewegt wird, hat das auf den Hintergrund den gleichen Effekt, wie wenn ein Stock durch wirkliches Wasser gezogen würde. Etwas ähnlich Innovatives gab es noch nie in einem Breakout-Clone. Zugegebenermaßen sieht das Wasser auch etwas pixelig aus, trotzdem ist der Effekt sehr ansprechend. Falls ein etwas betagterer Mac eingesetzt wird und dieser Effekt zu stark die Performance drückt, kann er übrigens auch deaktiviert werden. Neben diesem außerordentlich schönen Effekt wird das gesamte Spiel von kleinen Animationen und schönen Grafiken geziert. Optisch muss sich Pop-Pop also keinesfalls verstecken.

Fazit:

Pop-Pop sieht auf den Screenshots etwa wie ein japanisches Kinderspiel mit Breakout-Charakter aus, jedoch sollten sich auch Hardcore-Gamer davon nicht abschrecken lassen. Wie bei den meisten Klassikern ist der Suchtfaktor enorm und gerade beim Spielen im Internet kann die Zeit schnell einmal vergessen werden. Auch die Grafik und der Sound sind bei Pop-Pop sehr weit entwickelt. Einen solchen Wassereffekt gab es in ähnlichen Spielen bisher nicht. Obwohl dieser nicht wirklich etwas zum Spiel beisteuert ist er einfach schön anzusehen. Die Techno-Soundtracks, die beim Spielen im Hintergrund laufen, dürften nicht jedermanns Sache sein, trotzdem passen sie recht gut zum Spiel. Immerhin besser als das ‘Ping’ und ‘Pong’ aus Atari-Zeiten.

Ingmar Wenz

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Spiel bei Ambrosia Software.

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