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SHOGO: Mobile Armor Division

Verfasst von Gastautor am 4. April 2010 Kommentieren

Sanjuro Makabe ist ein Mechpilot (im Spiel MCA genannt) der UCASF, dessen Leben durch den Tod seiner besten Freunde, Baku und Toshiro, sowie seiner geliebten Kura während einer Routinemission total zerstört wurde. Und sein Leben wird auch nicht leichter während des Spiels. So wird er und der Rest der UCASF in einen bitteren Krieg gegen “The Fallen”, geführt von einem Bösewicht, über den nichts weiter bekannt ist als sein Name Gabriel, gezogen. Um das Chaos noch komplett zu machen ist darin auch noch der MCA-Hersteller SHOGO verwickelt…

Nach dieser vernichtenden Routinemission hat Sanjuro Zuflucht beim Vorgesetzten Admiral Akkaraju und seiner Tochter Kathryn gefunden, welche zu guter Letzt auch noch die Zwillingsschwester der gefallenen Kura ist. Klingt kompliziert? Es wird noch besser…

Die Story enthüllt, dass Toshiro und Baku doch noch am Leben sind – und für die andere Seite kämpfen. Auch Kura hat lange noch nicht das Zeitliche gesegnet und tritt im Spiel immer wieder in Erscheinung. Genug verraten! Eins sei gesagt: Die Story ist wirklich spielenswert!

Man steuert Sanjuro in der Ego-Shooter Perspektive. Es kann des Öfteren zwischen den im Spiel zehn Meter hohen Kampfmaschinen gewählt werden, deren Fähigkeiten sich eigentlich nur in Geschwindigkeit und Panzerung unterscheiden. Alle MCAs haben übrigens die Fähigkeit, sich in ein Hovercraft zu transformieren (kennt noch jemand die TV Sendung “Transformers”…?? ), um z.B. brenzligen Situationen zu entwischen. Waffen können allerdings nicht in diesem Modus genutzt werden.

Jeder MCA kann bis zu acht Waffen aufnehmen. Einige davon sind: Snipergewehr, Laserkanone, Raketenwerfer und Juggernaut, ein tragbares Artilleriesystem und auch mein persönlicher Favorit in sachen Zerstörungskraft. Es ist den Programmieren übrigens sehr gut gelungen, die Kraft und Wucht der MCA-Waffen rüberzubringen. Juggernaut verpasst beim Abschuss einen heftigen Rückstoß, wobei das Ziel beim Aufprall in einer Rauchwolke verschwindet… Es war nicht selten der Fall das ich mit dieser Waffe einen ganzen Stadtteil in Schutt und Asche gelegt habe – äähhh – legen musste natürlich…

In mehreren Missionen ist man auch gezwungen, den MCA zu verlassen und die Arbeit “old-school-mäßig per Hand” zu erledigen. Hier findet sich hervorragend Verwendung für Shotguns, UZIs, Raketenwerfer und einige Fantasyknarren, die direkt einem Mangafilm entsprungen sein könnten.

Shogo ist voll und ganz im japanischen Manga- und Animestil gehalten, von den Charakteren mit ihren großen Kulleraugen über Waffen strotzende Kampfroboter à la Gundam bis hin zu der typischen Lovestory.

Ein Multiplayer-Modus ist auch enthalten. Es können bis zu acht Personen gegeinandern in extra Maps spielen. Das Ganze funktioniert im LAN sowie im Internet… nur dass im Internet zu keiner Zeit ein Server offen ist. Beim Multiplayer kommt nicht richtig Spaß auf. Mag eventuell an der Konkurrenz liegen – UT und Q3A beherrschen das Feld.

Installation: Probleme beim Install gab’s keine. Es hat komischerweise meine Mehrbuttonmouse nicht funktioniert, was aber nach Saugen des neuesten Updates gegessen war. Das Scrollrad zum Waffenwechseln will aber bis heute nicht…

Schwierigkeitsgrad: Shogo besitzt einen gehobenen Schwierigkeitsgrad. Das mag daher kommen, dass die Gegner als ÄUSSERST schießwütig zu bezeichnen sind. Und sie treffen dazu auch noch verdammt gut… Das gilt aber nur für die höheren Levels.

Anleitung: Oder sollte ich sagen: kopierter Beipackzettel? Hier wurde einfach die Anleitung vom PC modifiziert, auf den Kopierer gelegt und zusammengeheftet. Es wird Auskunft über die Installation, Story, verschiedene Waffensysteme und die Hauptcharaktere in Englisch und Deutsch gegeben. Kein Wort über Tastaturbelegung etc.

“Na, das kann ja heiter werden…” war mein erster Gedanke kurz nach Start des Spiels. Shogo selbst hat schon drei Jahre auf dem Buckel… im PC-Markt zumindest. Da ich mit meinem G4 350 AGP ja nicht gerade schlecht gerüstet bin, schalte ich einfach mal alle Details ein und stelle die Auflösung auf 1024*768 (es gibt zwar die Option auf 32 bit Farbtiefe, diese läst sich jedoch nicht aktivieren). Das Ergebnis: Ich sehe vom Intro ca. alle zwei Sekunden ein Bild und der Ton kommt auch in Fetzen… Spitze! Ich starte einfach neu und probiere verschiedene Auflösungen durch. Auf 640×480 bekomme ich dann einen flüssigen, aber total pixeligen vorgerenderten Film zu sehen. Das Intro selber wäre bestimmt genial geworden. Zumindest das, was ich davon erkennen kann, lässt wirklich auf mehr hoffen. Es kommen rasante Mechkämpfe und sonstige verschiedene Szenen aus dem Spiel darin vor. Das Ganze wird untermalt von geiler Japano-Pop-Mucke, wie man es aus den Animes kennt.

Nun gut, vergessen wir das missglückte Intro und gehen weiter zum Spiel selber. Der G4 verkraftet die 3D-Grafik mit allen Details und wieder auf hoher Auflösung ganz gut. Die Framerate bleibt bis auf ein paar wirklich seltsame Ausnahmen einigermaßen konstant. Eine dieser Ausnahmen ist z.B., dass ich einen Raum betrete, der das Spiel in eine Diashow verwandelt. Es war aber wirklich rein GAR NICHTS in dem Raum! Nicht mal ein Gegner… das lässt mich auf schlampige Umsetzung schließen. Zudem sei noch gesagt, dass die Grafik für vor drei Jahren wirklich gut gewesen sein mag, nur, in Zeiten von UT oder Elite Force bezeichne ich so was für gewöhnlich als detailarm und kahl…. Positiv fällt auf, dass die MCAs, im Gegensatz zu den steifen Charakteren, hervorragend animiert sind.

Fazit:

Ok, das hört sich jetzt alles recht negativ an, mit diesen Vorurteilen bin ich aber wirklich in dieses Spiel gegangen. Meine Meinung hat sich aber schnell gebessert. Hat man erst mal angefangen und das Flair von Shogo eingeatmet, sieht man die Patzer gar nicht mehr. Die oben schon angerissenen Story weiß zu gefallen und nimmt noch mehrere unerwartete Wendungen. Es ist auch abgefahren, mit der Perspektive eines zehn Meter großen MCA zu spielen. Als ich das erste mal nicht aufpasse, ein paar Autos zertrample und hinterher von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer springe, überkommt mich schon ein Schmunzeln und ein gewisses “King Kong-Feeling”. Auch das “unter der Ampel durchbücken” fand ich irgendwie witzig.

Alles in Allem hinterlässt Shogo dann doch einen guten Eindruck und kann den kleinen Shooter-Hunger zwischendurch ohne Probleme stillen.

Gerhard Liebel

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Spiel gelegentlich im macinplay-Shop.

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