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Die Sims 2: Nightlife

Verfasst von macinplay am 14. Mai 2010 Kommentieren

Es gibt Abende, an denen fällt einem Sim einfach die Decke auf den Kopf. Im Fernsehen läuft nichts gescheites, die Bücher im Regal sind alle schon gelesen, der Tanz vorm Radio will auch keine rechte Freude machen und der Partner nervt. Es sind diese Abende, an denen der Sim seine Freunde anruft und sich mit ihnen Downtown verabredet um zusammen auf der Piste die Sau rauszulassen. Möglich macht dies die neueste Erweiterung von Die Sims 2, »Die Sims 2: Nightlife«.

»Nightlife« ändert am klassischen Spielprinzip des Originalspiels nichts. Jedoch wird das Spiel im Funktionsumfang und um einige Items erweitert. Als erstes fällt der neu gestaltete Titelbildschirm auf, auch die Statusnachrichten beim ersten Ladevorgang wurden an das Thema des Erweiterungspacks angepasst. Statt Erinnerungsalgorythmen und sozialen Netzwerken werden nun Hawaiitoasts und Vampirzähne geladen. Ganz netter Gag, das. Als nächstes wummert sich der neue, bassgeladene Soundtrack in die Gehörgänge des Spielers. Die neuen Stücke reihen sich in den Soundtrack des Originalspiels ein und machen, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, ordentlich Dampf.

Die vordergründig wohl umfassendste Neuerung des Erweiterungspacks ist der neue »Downtown«-Bereich. Den können wir wahlweise selbst gestalten oder aber direkt vorgefertigt und komplett in den Arbeitsspeicher unseres Macs laden. »Downtown« bietet dem vergnügungssüchtigen Sim alles, was sein Herz begehrt. Teure Restaurants, preiswerte Restaurants, zahlreiche Parks, Museen, Diskotheken und Bowling-Anlagen warten darauf, von den Sims besucht zu werden. Für den gefährlich verruchten Charme der Ausgeh-Zone sorgt die mit »Nightlife« eingeführte Rasse der Vampire. Wird ein Sim von einem Vampir gebissen, verwandelt er sich kurze Zeit später selbst in einen Untoten – zur Belohnung darf er nur noch nachts aus dem Hause und muß unschuldigen Sims den Lebenssaft aussaugen.

Downtown gelangt der Sim wie gehabt mit dem Taxi, oder aber – und das ist neu: Mit dem eigenen Auto. Leider ist die Auswahl an Autos etwas mager ausgefallen, aber egal: Endlich dürfen die Sims ein eigenes Auto besitzen – vorausgesetzt, sie können sich eins leisten. Schließlich ist es mit dem Auto alleine nicht getan, die Garage und zugehörige Auffahrt müssen zusätzlich finanziert werden.

»Nightlife« bringt alles mit, was der Spieler zum Ausstatten des Partykellers oder der selbstgebauten Diskothek braucht. Ausgefallene Lichtanlagen, Stereosysteme und Dekogegenstände zum Beispiel. Auch an den Sims dürfen Veränderungen vorgenommen werden, denn »Nightlife« bringt ein paar neue, recht bunte Klamotten mit, die an den Körper des extrovertierten Partysim gebracht werden dürfen. Leider gilt hier das Gleiche, wie schon bei den Autos: Es hätte gerne etwas mehr sein dürfen.

Unterm Strich sind diese Neuerungen jedoch ohnehin eher nebensächlich, denn die wichtigsten Änderungen nimmt »Nightlife« unter der Motorhaube vor. So kommt mit »Spaß« ein ganz neues Lebensziel für die Sims hinzu. Ein Sim mit diesem Lebensziel will am liebsten gar nicht mehr aus der Disko ‘raus und sich nur noch den dekadenten Vergnügungsmöglichkeiten Downtowns hingeben. Doch auch Sims mit anderen Lebenszielen weisen nun erweiterte Fähigkeiten auf. Der Fokus dieser neuen Fähigkeiten liegt klar auf der lnteraktion zwischen den Sims. In Nightlife kann man zum Beispiel sehr viel schneller abschätzen, ob zwei Sims gut miteinander auskommen. Mit anderen Worten: durch »Nightlife« wird es erheblich einfacher, einen anderen Sim flach zu legen. Die Befehle, die ein Zusammenkommen zweier Sims begünstigen, werden im Befehlsmenü nun durch besondere Icons markiert. »Chemie« nennt sich das im Spiel. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, für jeden neuen Sim An- und Abtörner zu definieren. Trifft euer Sim dann auf einen anderen Sim, der mit entsprechenden Antörnern ausgestattet ist, steht einer Romanze eigentlich nichts mehr im Weg. Wenn ein anderer Sim hingegen mit einem Abtörner ausgestattet ist, könnt ihr flirten wie blöde und nichts wird passieren.

Um herauszufinden, welcher Sim besonders gut zum eigenen Sim passt, kann man nun den Raum sondieren. Sollte sich ein ›heißer Kandidat‹ im Raum befinden, wird er von einem Lichtschein umgeben, so dass man weiß, auf welchen Sim man seine Flirtavancen konzentrieren sollte. Hat sich ein Sim verknallt, steigen nun rosa Herzchen über seinem Haupt auf und das Antlitz des Angebeteten ist in einer Gedankenblase zu sehen.

Neu ist auch ein ungeheuer albern aussehender Tanzsstil, den jeder Sim beherrscht und der total ansteckend ist: Der Schlambada. Lasst ihr euren Sim den Schlambada tanzen, könnt ihr euch gewiss sein, das sich bald weitere Sims tanzender Weise dazu gesellen werden.

An den Systemvoraussetzungen des Spiels ändert sich durch »Nightlife« erfreulicherweise nichts, wenn man davon absieht, dass sich die Erweiterung ein weiteres Gigabyte eurer Festplatte abknapst. Der Spielordner des Testrechners ist nach der Installation des Erweiterungspacks ca. 4 GB groß.

Fazit:

»Die Sims 2« bleibt »Die Sims 2«, auch mit installiertem »Nightlife«. Auf den ersten Blick mag der Umfang der Erweiterung vielleicht etwas mager ausfallen. Dennoch bringt »Nightlife« interessante Akzente ins Spiel. Durch das neue Chemie-Feature wird es erheblich einfacher, einen passenden Partner zu finden. An- und Abtörner erleichtern das Entwickeln von Familien mit passenden Ehepartnern – und können bestehende Familien bei entsprechender ›Neuprogrammierung‹ ausgewählter Sims gehörig durcheinander wirbeln. Das Erweiterungspack bereichert das Spiel um viele, nicht unwichtige Funktionen und einige nette Gimmicks, ohne jedoch den Schwerpunkt des Spiels radikal zu verschieben. Unterm Strich eine gute Erweiterung, wenngleich etwas teuer.

Christian Schramm

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